Gewerbesteuer knackt Millionengrenze

Röthenbach leidet heuer jedoch unter deutlich höheren laufenden Kosten Röthenbach (sza). Die laufenden Kosten der Gemeinde Röthenbach machen dieses Jahr einen großen Satz nach oben. Aber das sei nur eine vorübergehende Erscheinung, sagte Bürgermeister Bert Schädler im Gemeinderat. 'Ansonsten ist es ein sehr solider Haushalt..

Für den Kostenanstieg sind laut Schädler vor allem drei Posten verantwortlich. Erstens gehen mehr Kinder auf die Hauptschule Weiler. Dafür muss Röthenbach tiefer in die Tasche greifen. Die Schulumlage steigt um 36000 Euro auf jetzt 60000 Euro. Eine Summe, die Schädler verschmerzen kann: 'Schließlich sind Kinder unsere Zukunft.'Zweitens fließen 108000 Euro an das Finanzamt. Das ist die Mehrwertsteuer, die Röthenbach mit den Wasseranschlussbeiträgen kassiert hat, aber nicht behalten darf. Drittens schließlich ist der kirchliche Kindergarten tief in die roten Zahlen gerutscht. Weil die Gemeinde 80 Prozent des Defizits übernehmen muss, schießt sie heuer 62000 Euro mehr zu. Zu den Ursachen des Defizits will sich Schädler nicht näher äußern. Er sieht aber durchaus Sparmöglichkeiten im Kindergarten, die jetzt im Detail untersucht werden sollen. Trotz dieses Extra-Brockens von 200000 Euro wächst der gesamte Haushalt nur um 124000 Euro auf knapp drei Millionen Euro. Kein Haushalt in den letzten Jahren wurde so ausführlich beraten wie dieser, sagte der Bürgermeister. Dass der Haushalt für das laufende Jahr erst gegen Jahresmitte verabschiedet wurde, liegt Schädler zufolge auch am geplanten Radweg zwischen Bahnhof und Weiler, der eigentlich berücksichtigt werden sollte. Nachdem Weiler, Röthenbach und Lindenberg sich noch immer nicht auf eine Variante geeinigt haben, konnte das Zahlenwerk nicht mehr länger warten. Darin ist für den Radweg kein Geld reserviert. Sollte dieses Jahr noch mit dem Wegebau begonnen werden, müsste ein Nachtragshaushalt verabschiedet werden, sagte Schädler. Bei den Investitionen wird das meiste Geld vergraben: 270000 Euro steckt die Gemeinde in die Erweiterung des Gewerbegebietes Wigglis und 140000 Euro in das Baugebiet Steinacker-Nord. Der Schuldenstand soll dieses Jahr mit knapp 1,7 Millionen Euro fast stabil bleiben. Das liegt auch an der reichlich sprudelnden Gewerbesteuer, die heuer die Millionengrenze überschreiten soll. Bürgermeister Schädler dankte ausdrücklich den Unternehmen im Ort für ihre Steuergelder. Die Kehrseite der Medaille: Weil gar soviel Geld in die Röthenbacher Gemeindekasse fließt, gibt es vom Staat nicht einen Cent an Schlüsselzuweisungen.

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