Gewerbe-Erweiterung in Ortsteil geplatzt

Markt Rettenbach-Hammerschmiede (jd). - Die Firma ASB-Grünland unterhält ein großes Produktionsgelände im Ortsteil Hammerschmiede. Geplant war eine Erweiterung der Firma nach Norden, doch die Gespräche mit den Grundstückseignern hätten keine Einigung gebracht, so Gemeindechef Weber vor dem Gemeinderat. 'Die ASB-Erweiterung ist gestorben', bedauerte Weber. Die Firma, die ihren Sitz in Ludwigsburg hat, wolle nun in der Schweiz einen weiteren Standort aufbauen. Der Standort Hammerschmiede soll dennoch erhalten bleiben. Gemeinderat Dionys Fahrenschon beklagte, dass eine vernünftige Gewerbe-Erweiterung nicht stattfinden werde. Viele Gespräche mit dem Naturschutz und dem Wasserwirtschaftsamt hätten im Vorfeld stattgefunden, um Ausgleichsflächen zu benennen. Letztlich sei alles an den Grundstücksverhandlungen gescheitert, betonte der Bürgermeister. Die Firmenleitung habe 'zunächst an einen gänzlichen Abzug des Werks und der Arbeitsplätze gedacht'; nötige Verbesserungen und eine neue Abpackhalle könnten nicht realisiert werden. Auf jeden Fall 'wird es sich zurückentwickeln', befürchtet der Marktgemeinderat. 'Das trifft die Gemeinde sehr hart', betonte Weber. Werde das Erweiterungsverfahren jetzt abgeschlossen und später wieder aufgegriffen, müsste eine zusätzliche Umweltplanung erfolgen. Die Ortsverbindungsstraße zwischen der Hammerschmiede und Altisried hält dem Schwerverkehr nicht länger stand. Bei Untersuchungen der Strecke sei eine nur 20 Zentimeter starke Tragschicht festgestellt worden. Würde nur eine neue Deckschicht aufgebracht, wären nach Ansicht von Bürgermeister Weber die 'Elefantenrisse bei der Tragdeckschicht bald wieder vorhanden'. Der vorgesehene Ausbau der Strecke stand mit der fehlenden Werks-Erweiterung ebenfalls auf der Kippe. Nun diskutierten die Gemeinderäte, ob ein Teilausbau mit weniger Kosten möglich wäre.

60 Prozent Zuschüsse Dabei rechnete Gemeinderat Josef Kellner, dass die nicht sanierten Teile binnen kurzer Zeit ebenfalls repariert werden müssten. So seien insgesamt die Kosten höher als beim Vorhaben, alles in einem Zug zu erledigen. Bürgermeister Weber rechnet mit Ausgaben von etwa 600000 Euro, die zu 60 Prozent bezuschusst würden. Zudem sei mit der Entschärfung des Verkehrsknotens in Altisried noch die Bushaltestelle mit jeweils 40 Meter beidseitigem Gehweg neu anzulegen. Um hohe Kosten zu vermeiden, empfahl das Gremium, die Haltestelle in den Ort Altisried zu verlegen. Insgesamt belaste der Straßenbau den Haushalt enorm, vermerkte der Gemeindechef. 'Uns bricht im Haushalt in nächster Zeit einiges weg', bedauerte Weber. Laut Gemeinderatsbeschluss sind aber neue Schulden zu vermeiden. Kosten will die Gemeinde mit dem Aufschieben des Abwasserbaus in Engetried und Frechenrieden einsparen. Mehrere Gemeinderäte, darunter Sebastian Schurer, legten nahe, beide Varianten zu rechnen und abzuwägen, ob verminderte Zuschüsse nicht doch einen Kredit rechtfertigen könnten.

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