Buchloe
«Gewalt ist was für Schwächlinge»

Angesichts einiger Ereignisse der jüngsten Vergangenheit, wie das Schulmassaker in Winnenden oder die Prügelattacke auf einen Geschäftsmann in München, organisiert das Gesundheitsamt Lesungen an Schulen, die unter dem Thema «Gewalt ist was für Schwächlinge» stehen. Wahrscheinlich prominentester Unterstützer der Aktion ist der Schauspieler Olaf Krätke, der in Michael «Bully» Herbigs Film «Wickie und die starken Männer» den Greisen Urobe spielt. Am Freitagvormittag war er zu Besuch in der Buchloer Hauptschule.

«Weil unter Gesundheitsförderung auch Gewaltprävention steht, werden diese Veranstaltungen vom Gesundheitsamt finanziert», erklärte Präventionsbeauftragter Wolfgang Hawel. Rund 60 Siebtklässler hörten den Ausführungen des Schauspielers, der Klassiker von Erich Kästner, Albert Einstein, Kurt Tucholski aber auch Texte unbekannter jüngerer Autoren las, zu. Viel Mühe gab er sich dabei, die Werke für die Schüler ansprechend und unterhaltsam darzubieten.

Dabei involvierte er grundsätzlich die Jugendlichen, indem er ihnen aktiv Fragen stellte und beantwortete. Krätke griff aktuelle Themen wie Fremdenhass oder dem Umgang der Gesellschaft mit gescheiterten Leistungsträgern auf, und forderte die Zuhörer dazu auf, mit ihm Lösungen für diese Problematiken zu finden.

Zahlreiche Vergleiche sei es im sportlichen Wettbewerb oder zwischen Naturvölkern ergänzten den Vortrag und ließen ihn für die Siebtklässler ansprechend klingen. Eine große Mittäterschaft schob Krätke auch den Massenunterhaltungsmedien wie dem Fernsehen zu.

Aus seiner eigenen Vergangenheit, auf die er nicht lückenlos stolz ist, erzählte Krätke einige Geschichten, die die zwei Stunden dauernde Lesung vervollständigten. Anschließend stellten vier Schüler, die das Streitschlichterteam bilden, Möglichkeiten vor, wie man eine Eskalation eines Konflikts vermeiden kann.

«Es ist eine gute Sache, dass sich Olaf Krätke und das Gesundheitsamt Zeit nehmen, mit den Schülern über solche Themen zu sprechen», meinte Nicole Mayr, Sozialpädagogin an der Hauptschule Buchloe. Über eine gute Resonanz freute sich auch Wolfgang Hawel: «Wir bekommen nach jeder Lesung einige positive Rückmeldungen.»

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