Kempten
Gesunde Knorpel durch Basilikum, Chili und das richtige Gewicht

Mühsam ist es, das Leben mit Arthrose. Von Gelenkschmerzen kann Dorothea Hüttemann ein Lied singen. Im rappelvollen Fürstensaal der Residenz hat die Oberdorferin gerade noch einen Stuhl ergattert. Mit ihr erhoffen an diesem Abend mehr als 200 Zuhörer neue Impulse von einem der führenden Vitalstoffexperten Deutschlands.

In der Tat macht Dr. Wolfgang Feil Schmerzgeplagten Mut: Mit planvoller Ernährung, sanfter Bewegung und gezielter Nährstoffzufuhr könne die Krankheit gestoppt und neues Knorpelgewebe aufgebaut werden.

Bevor der Schwabe fachlich loslegt, bringt er das Publikum mit Gymnastik in Schwung. Auch sonst setzt der Biologe auf den saloppen Auftritt. Er duzt seine Zuhörer, kaut Basilikumblätter, schluckt vor amüsiertem Publikum Chilischoten und futtert zu therapeutischen Zwecken Tomatenmark. Alles Heilmittel gegen entzündliche Gelenkschmerzen, beteuert er. Feil schwört auf Gemüse («die Basis-Ernährung ist entscheidend»), Omega-3-Speiseöle, Hagebuttenpulver oder Gewürzjoghurt mit Kurkuma, Pfeffer und Zimt.

Nicht zu vergessen richtiges Gewichtsmanagement («jedes Kilo zuviel belastet die Gelenke zusätzlich»), samt spezieller Nährstoffe wie Kieselsäure oder aufgespaltenes Gelatinepulver.

«Ausgewählte Nährstoffe, sanfte Bewegung und ein gesunder Darm helfen, den Stoffwechsel in den Knorpelzellen zu aktivieren», weiß der Biologe. Sei die Entzündung abgeklungen, verschwänden auch die Schmerzen und der Knorpel könne sich kräftigen. Feil muss es wissen: Er leitet in Tübingen eine Arthrose-Forschungsgruppe. Durch gezielte Ernährung sei es möglich, geschädigte Knorpel wieder aufzubauen. Bis zu sechs Monate müssten die Patienten einkalkulieren.

Nicht gut zu sprechen ist der Biologe und Buchautor auf chemische Schmerzmittel. Diese würden auf Dauer den Knorpel weiter abbauen und die Gesundheit schädigen. Da setzt Feil besser auf seine Therapie aus der Naturapotheke. Diese allerdings fordere die Betroffenen heraus, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Dazu gehöre auch die Kraft heilender Gedanken. Mentaltraining könne auf die Körperzellen einen erstaunlichen Einfluss nehmen: «Stellen Sie sich vor, gesund und vital zu sein.»

Zuhörerin Dorothea Hüttemann ist schließlich begeistert von den Ausführungen des Experten. Wenngleich die Oberdorferin einiges schon gewusst hat - künftig will sie die Gesundheitstipps des Arthrose-Spezialisten konsequent umsetzen.

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