Pleß
Geplante Sanierung stößt auf Widerstand

Die vom Plesser Gemeinderat geplante Sanierung und Neugestaltung des örtlichen Rathauses stößt auf Widerstand: Ein Bürgerbegehren soll dafür sorgen, dass die Sanierungsmaßnahme nicht umgesetzt wird.

«Da durch die Wirtschaftskrise erhebliche Ausfälle beim Steueraufkommen drohen und die finanziellen Mittel der Gemeinde eingeschränkt sind, sollte vorrangig im Bereich der Pflichtaufgaben investiert werden», betont Initiator Josef Lessmann.

Das Rathaus, das vor noch nicht allzu langer Zeit bereits teilsaniert wurde, hält Lessmann im Hinblick auf den bestehenden Raumbedarf für «völlig ausreichend». Die Planungsvariante A, die eine neue Raumanordnung im Rathaus mit einer Vergrößerung des Sitzungssaales, einem neuen Pfarrsaal und einem weiteren Mehrzweckraum für die Vereine vorsieht, hält der Initiator für unnötig: «Falls der jetzige Sitzungssaal mal zu klein ist, kann man auf den nebenliegenden Pfarrsaal ausweichen, die Gemeindeverwaltung ist ausreichend untergebracht und ein weiterer

Vereinsraum wird auch nicht benötigt», meint Josef Lessmann im Hinblick darauf, dass für die Gemeinde Pleß mit der Mehrzweckhalle und dem frisch renovierten Zehentstadel «ausreichend Räumlichkeiten» zur Verfügung stünden.

Die freigewordene, bisherige Lehrerwohnung im Rathaus könne darüber hinaus weiter vermietet werden und eine Einnahmequelle darstellen. Falls Mittel für Investitionen frei wären, steht für Initiator Lessmann die «dringend notwendige Sanierung» der Mehrzweckhalle, das Teeren von Wirtschaftswegen für die Landwirte, die Instandsetzung des Kanalsystems im Ort und im Bereich der Abwasseranlage im Vordergrund.

«Ich will nicht auf Konfrontationskurs gehen, sondern Basisdemokratie anstoßen und die geplante Rathaussanierung nochmals auf breiter Front in der Bevölkerung diskutieren», erläutert der Initiator, der zusammen mit einer Gruppe von Mitbürgern einen Bürgerentscheid anregen will.

Mehr als 30 Unterschriften

Bei 650 Wahlberechtigten in Pleß sind nach Darstellung Lessmanns zehn Prozent beziehungsweise 65 Stimmen für die Antragstellung notwendig. Mehr als 30 Bürger hätten sich innerhalb kurzer Zeit bereits in die Unterschriftenliste des Bürgerbegehrens gegen den Rathausumbau eingetragen.

Peter Lessmann, Bürgermeister und Bruder des Initiators, will sich zum geplanten Bürgerbegehren noch nicht äußern: «Sobald der Antrag und die genaue Argumentation vorliegen, werden wir uns damit auseinandersetzten», betont der Rathauschef.

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