Genmanipulierte Monsterbienen sorgen für Lachsalven

Ottacker |mr| Der Bauer hat seinen 'Gockelar' geschlachtet. 'Henne Paula' (von der Weiberrunde Ottacker) ist darüber sehr traurig. Da trösten andere Hennen die Leidgeprüfte: 'Was trauresch denn deam alte Mischthaufa-Spähar noach, mir kriaget doch sicher an ganz junga und fescha Gock’l!'

Ob dieser Sketch der nun seit 25 Jahren bestehenden Weiberrunde Ottacker auch für den (menschlichen) Alltag seine Bewandtnis habe? Darüber lassen sich die Damen nicht aus, wissen sie doch, dass zu ihrem üppigen Faschingsprogramm im Gasthof 'Rössle' ( Samstag, 26. Januar, 13.30 Uhr und Donnerstag, 31.Januar, 20 Uhr) auch viele Angehörige des 'starken Geschlechts' kommen werden.

Die Hälfte der Frauen zwischen 27 und 62 Jahren sind Bäuerinnen, haben also im Sommer viel anderes zu tun. Aber in der Narrenzeit, da will man schon mal 'die Sau rauslassen', heißt es unverblümt. Die lustigen Einlagen schreiben die zünftigen Weiber meistens selber, auch die passenden Kostüme sind in der Regel 'Marke Eigenbau'. Nur diesmal sei man in Sachen Biene-Maja-Klamotten bei einer befreundeten Gruppe in Memhölz fündig geworden. 'Aber den temperamentvollen Auftanz als genmanipulierte Monsterbienen machen wir schon selber', betont Erika Brack, die heimliche Chefin in der offiziell führungslosen Weiberrunde. Brack hat heuer viel Spaß an ihrer Penner-Rolle. Mit ihrem Kollegen (Brigitte Klein) überlegt sie, wie man denn die kalte Jahreszeit trickreich im Krankenhaus oder 'Café Viereck' überstehen könne.

Großes Gejohle

Schmunzelnd erinnert sich Marita an den 'Hexen-Strip' im Jahre 2001. Mehrschichtig bekleidet habe man die von Stefan Wegmann erstellte Bühne betreten und schließlich unter großem Gejohle nur mit Schürze und Strapse verlassen. Zwischen Sonthofen und Kempten gebe es etliche Familien, die das teils deftige Programm mit Playback-Schlagerfestival nicht mehr auslassen würden, so Brack.

Bei der Adventsfeier, zweiter all-jährlicher Höhepunkt der Weiberrunde, wird für Brack die Leistung der Frauen besonders deutlich. Dies gelte für Kultur und dörflichen Zusammenhalt gleichermaßen. Da würden Kinder durch Musizieren, Gedichte und Weihnachtsspiel ein Lächeln in Seniorengesichter zaubern. Freude strahlende Gesichter gibt’s auch bei den Kindern selbst, wenn ihnen Nikolaus die von der Weiberrunde erstellten Geschenke überbringt. Selbst gebastelt sind auch die Adventsgestecke für die Senioren. Anerkennendes dürfen Christa Bertele, Reinhild Hagspiel und Helga Steidle in diesen Tagen erwarten: Sie sind seit Gründung ein Aktivposten der Weiberrunde.

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