Gemeinsame Organisation soll den Sammelerfolg verbessern

Kaufbeuren (rö). - Rotes Kreuz, Kolpingsfamilie und die katholischen Pfarreien tun sich bei der Organisation ihrer jährlichen Altkleider- und Altpapiersammlungen zusammen. Damit wollen sich die Einrichtungen absetzen von gewerblichen Sammlern, gleichzeitig weiterhin dem Umweltschutzgedanken Rechnung tragen sowie ihr Sammelaufkommen und damit die Erlöse, die für caritative Projekte oder beispielsweise Jugendarbeit eingesetzt werden, steigern. Insbesondere in den vergangenen Jahren seien die Sammlungsergebnisse und die Preise für Altkleider drastisch zurückgegangen. Nicht zuletzt, erzählt Kolping-Vorsitzender Michael Schneider, weil beispielsweise ganz kurz vor der Kolping-Sammlung ein gewerblicher Sammler aufgetreten sei und viel Material abgeholt habe. Auch das BRK hatte bei der Herbstsammlung ein schlechteres Ergebnis zu verzeichnen als sonst, berichtet Heinz Simon, Vorsitzender des Kreisverbandes. Die Bürger unterscheiden offenbar nicht immer, wem sie ihre Altkleider anvertrauen. 'Mit unserer Aktion wollen wir auf dieses Problem aufmerksam machen', sagt Schneider. Die Aktion heißt: Kolpingsfamilie, das Rote Kreuz und die katholischen Pfarreien werben künftig gemeinsam für ihre Sammlungen. Bereits zu Jahresbeginn werden die drei Termine bekannt gegeben, damit sich die Bürger rechtzeitig darauf einstellen können. Jeweils im Wechsel übernimmt eine der drei Organisationen die Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstsammlung. Alle drei verwenden die gleichen, gemeinsamen Sammeltüten, auf denen die drei Termine noch einmal vermerkt sind. Außerdem soll mit Handzetteln geworben werden. Den jeweiligen Erlös darf dann aber jede der drei Einrichtungen für ihre eigenen Zwecke einsetzen. Wobei die Vertreter der drei unterstreichen, dass die Altkleider nicht einfach irgendwohin verkauft werden. 'Wir sortieren', sagt Heinz Simon.

Franz Maier als Sprecher der Pfarreien verweist darauf, dass diese seit Jahren mit 'Fair Wertung' zusammenarbeiten. Diese Organisation achtet darauf, dass ein bestimmter Prozentsatz an Kleiderkammern, Katastrophenhilfe oder Entwicklungsprojekte weitergegeben wird, die Vermarktung des restlichen Teils nach genau festgelegten Kriterien erfolgt. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass, wie früher oft geschehen, zahlreiche Altkleider in Afrika verkauft und dadurch die dortigen Märkte kaputt gemacht werden. Ein Problem für die drei Organisationen ist auch die Entsorgung über die Container, wenngleich das 'natürlich für die Stadt wichtig' sei. Aber, so unterstreicht Schneider: 'Unsere Verwertung erfolgt direkt, nicht über irgendwelche Firmen. Daher ist unsere Verwertung sinnvoller.' Denn sie sammeln beispielsweise nur Altpapier, Zeitungen, aber keine Kartonagen. Deswegen könne später auch wieder hochwertiges Papier daraus hergestellt werden, nicht nur Kartonagen und Pappe. Der Erlös der Sammlungen ist für Kolping, BRK und die Pfarreien gleichermaßen wichtig, wenngleich er auch unterschiedlich verwendet wird. Das Rote Kreuz beispielsweise, so erklärt Simon, gibt einen Teil für die satzungsgemäßen Aufgaben des Kreisverbandes. Ein Teil kommt den Gruppierungen zugute wie der Bereitschaft, dem Jugendrotkreuz oder der Wasserwacht und Bergwacht, die mit den Geldern Meldeempfänger für den Katastrophenschutz anschaffen oder die nötige Ausrüstung für ein Rettungsboot. Die Kolpingsfamilie unterstützt mit dem Geld unter anderem verschiedene soziale Projekte in der Dritten Welt, während die Pfarreien damit die Jugendarbeit oder soziale Projekte fördert. Dankbar sind die drei Organisationen, dass die Stadt, wenngleich sie die Fahrzeuge für den Transport nicht mehr unentgeltlich zur Verfügung stellt, wenigstens für die Sammlung die Räume des Bauhofes kostenlos zur Nutzung überlässt. i Die katholischen Pfarrgemeinden sammeln am Samstag, 20. März, (Anfragen und Hinweise unter Telefon 08341-3110), das Rote Kreuz am Samstag, 3. Juli, (Telefon 08341-966100) und die Kolpingsfamilie am Samstag, 23. Oktober, (Telefon 08341-14957).

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