Geld für Radwegebau zugesagt

Ruderatshofen (hie). - Für den Bau und die Mitfinanzierung von zwei Radwegabschnitten im Gemeindegebiet bis zu einer Höhe von je maximal 35 000 Euro stimmte der Gemeinderat Ruderatshofen in seiner jüngsten Sitzung. Zum Abschnitt Ennenhofen-Immenhofen, der Teil des Elbseeradweges sein wird, verlas Bürgermeister Johann Stich ein Schreiben des Landratsamtes: Danach entfielen auf die Stadt Marktoberdorf, die großes Interesse an dem Radweg hat (wir berichteten), und auf die Gemeinde Ruderatshofen je etwa 35 000 Euro. Um von den derzeit noch hohen Staatszuschüssen zu profitieren, sollte möglichst bald mit den Verhandlungen für den Grunderwerb und der Ausschreibung begonnen werden. Schnell herrschte Einigkeit darüber, dass es keine Alternative zur so genannten Amtsstraße des Landkreises entlang der Kreisstraße gibt. Eine weitere Variante, die Flurbereinigungswege mit einbezogen und in einem Bogen bis fast zum Modellflugplatz geführt hätte, wurde verworfen: Da die Strecke hier wesentlich länger sei, würden vermutlich viele Schüler und Pendler nach wie vor die gefährliche Kreisstraße benutzen. Bestürzung rief jedoch die Planung des Landkreises im Bereich der Unterführung der B 12 hervor: Dort soll der Radweg ohne Geländer auf dem vorhandenen Hochbord geführt werden. Der Verlauf der Kreisstraße soll nicht verändert werden. Gemeinderäte und Bürgermeister hielten dies für lebensgefährlich angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt täglich 150 Radler auf der Strecke unterwegs sind und dass die Autos die Unterführung mit hohem Tempo passieren. Sie zogen Vergleiche mit der Bahnunterführung in Biessenhofen, wo der Radweg ähnlich schmal, aber mit einem Geländer ausgeführt ist. Aus Sicherheitsgründen forderten sie daher einstimmig eine Verschwenkung der Straße im Bereich der Unterführung, um auf einer Seite mehr Platz für den Radweg zu bekommen, welcher zusätzlich mit einem Geländer zu sichern ist.

Kaufbeuren startet mit Bau Etwas anders stellt sich die Situation beim Radwegabschnitt zwischen Apfeltrang und Kaufbeuren dar, welcher ebenfalls entlang der Kreisstraße verlaufen soll. Dort sind die 'Vorarbeiten' schon wesentlich weiter fortgeschritten. Der Radwegabschnitt auf Kaufbeurer Flur wird im Sommer fertiggestellt sein, mit dem Weiterbau nach Apfeltrang könnte der Landkreis, vorbehaltlich einer Zustimmung der Gemeinde Ruderatshofen, im Herbst beginnen. Der Radweg endet laut Planung am Ortsanfang von Apfeltrang; die Radler müssen dort die Straße queren. Gemeinderat Wintergerst regte angesichts der Verkehrszahlen von 5152 Autos pro Tag auf der Kreisstraße an, Maßnahmen zur Tempo-Drosselung am Ortsbeginn von Apfeltrang einzuplanen. Er favorisierte eine Insel in der Mitte der Straße nach dem Vorbild in Steinbach. Damit konnten sich die übrigen Räte nicht anfreunden, waren sich aber alle einig, dass Maßnahmen zum Bremsen notwendig sind. Der zustimmende Beschluss zum Radwegbau wurde daher mit dem Auftrag an den Landkreis gekoppelt, entsprechende Maßnahmen einzuplanen. Bei allen Anstrengungen um Fortschritte im Radwegebau im Gemeindebereich waren sich die Gemeinderäte bewusst, dass der größte Bedarf nach einem sicheren Radweg im Ortsbereich Ruderatshofen besteht. Dessen Schicksal ist jedoch mit der geplanten Ortsumgehung verknüpft, für die eine Entscheidung noch aussteht. Daten zu den Radwegen Elbseeradweg: 2,5 Kilometer Lage entlang der Kreisstraße OAL 7 zwischen Ennenhofen und der Abzweigung nach Immenhofen Gesamtkosten: 400000 Euro Kostenanteil der Gemeinde Ruderatshofen: 30 000 bis 35 000 Euro. Apfeltrang-Kaufbeuren: 1,3 Kilometer im Kreisgebiet entlang der OAL 7 (östlich der Straße) Kostenanteil der Gemeinde Ruderatshofen: unter 35 000 Euro.

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