Allgäu
«Geld für die Bäder einplanen»

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Im Stadtrat beginnen in Kürze die Haushaltsberatungen. Die Kommunalpolitiker stehen vor der diffizilen Aufgabe, das knapper werdende Geld sinnvoll zu verteilen. Viele Einrichtungen, Vereine und Organisationen verfolgen mit Interesse, was im Rathaus entschieden wird. Mit einigen von ihnen sprechen wir darüber, welche Hoffnungen sie mit dem diesjährigen Etat verbinden. Im ersten Teil der Serie «Haushalt 2010» geht es um den Förderverein Memminger Bäder.

Memmingen Sigrid Baur und ihr Team beschäftigen sich mit einer Frage, die seit vielen Jahren auch die Köpfe der Memminger Kommunalpolitiker rauchen lässt: Wie soll die Zukunft der Bäder aussehen? Der Stadtrat hat sich schon vor längerer Zeit dazu entschieden, ein kombiniertes Hallen- und Freibad auf dem jetzigen Freibad-Gelände zu realisieren. Doch dieser Absichtserklärung ist immer noch nichts Konkretes gefolgt.

Sigrid Baur stellt nicht die Forderung, dass heuer mit diesem Großprojekt begonnen werden müsse. Ihr ist es aber wichtig, dass das Badthema im diesjährigen Etat nicht vergessen wird. Baurs Standpunkt: «Die Stadt sollte dafür Geld einplanen - ob nun für die weitere Planung des Neubaus oder für Renovierungen an den bestehenden Bädern.

» Die aktuellen Einrichtungen entsprechen längst nicht mehr modernsten Ansprüchen.

Die von Baur in den Raum gestellten Alternativen weisen auf die Stimmungslage im Förderverein hin. Es ist nicht so, dass alle einem Neubau das Wort reden. «Es gibt auch einige, die das Freibad in seiner jetzigen Form nicht missen möchten», berichtet Baur. Und von außerhalb des Vereins würden Bedenken an sie herangetragen, dass sich manche ihren Freizeitspaß nicht mehr leisten können, wenn die Eintrittspreise im neuen Bad steigen werden.

Ihre persönliche Meinung sei, dass der jetzt vorgesehene Platz im Memminger Osten für ein kombiniertes Hallen- und Freibad zu klein sei, so Baur. «Theoretisch müsste man einen Teil der jetzigen Schrebergarten-Fläche integrieren.

» Zudem vermisst die Vereinsvorsitzende ein Verkehrskonzept: zuwenig Parkplätze seien vorgesehen.

Der Förderverein und die Wassersport treibenden Vereine haben sich mit dem Entwurf auseinandergesetzt, der beim Architekten-Wettbewerb für ein neues Bad den ersten Platz belegt hat. Herausgekommen ist eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen. «Der Nichtschwimmer-Bereich im Freien ist unserer Meinung nach zu klein», berichtet Baur. Zudem merkt sie kritisch an, dass Umkleidekabinen und Toiletten nur in der Halle, nicht aber im Freien geplant seien.

Äußerst fraglich, ob sich der Stadtrat heuer mit solchen Detailfragen beschäftigen wird. Insider gehen davon aus, dass das Bad-Projekt wegen der schwieriger gewordenen Finanzlage ein weiteres Mal verschoben wird.

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