Geisenrieder Halle bleibt im Programm

Marktoberdorf(rel). - 'Wir in Geisenried haben genauso ein Anrecht auf eine Halle wie die anderen Ortsteile' - mit diesen Worten wehrte sich Josef Schrägle (CSU) bei den Etatberatungen im Finanzausschuss gegen den Versuch von Axel Maaß (Grüne), das Vorhaben aus dem Investitionsprogramm 2003 bis 2007 zu streichen. Denn, so Maaß, eine Finanzierung sei in den nächsten Jahren schlichtweg nicht denkbar. Letztlich scheiterte er aber mit seinem Antrag. Der Stadtrat der Grünen war der einzige, der bei der Abstimmung über seinen Antrag dafür die Hand hob, dass die seit langem von den Geisenrieder Bürgern gewünschte Mehrzweckhalle gestrichen wird. Dafür hatte er zuvor eine ganze Reihe von Argumenten vorgebracht: Das Vorhaben werde schon seit Jahren immer wieder verschoben, weil die 1,2 Millionen Euro dafür fehlten, man dürfe den Geisenriedern nichts vorgaukeln

'Irgendwann muß was geschehen' Damit stieß er freilich bei den Stadträten aus Geisenried, Josef Schrägle (CSU) und Peter Grotz (FW) auf Granit. Sicherlich sei dafür momentan das Geld nicht da, meinte Schrägle. Doch seien die räumlichen Verhältnisse für die Sportler bzw. Vereine äußerst beengt. Schrägle: 'Irgendwann muss mal etwas geschehen.' Ähnlich äußerte sich Grotz. Die Stadt habe auch gegenüber den Bürgern in Geisenried 'eine Verpflichtung'. Der Bedarf für eine Halle sei da, zumal das Dorf stark gewachsen sei. 'Sie haben sich im Wahlkampf nicht getraut, den Geisenriedern die Wahrheit zu sagen', hielt Maaß den beiden Stadträten vor. Während anderswo Bäder und Büchereien geschlossen würden, wolle man in Marktoberdorf noch eine weitere Halle bauen Bürgermeister Werner Himmer plädierte dafür, die finanziellen Ansätze für die Jahre 2005 bis 2007 (insgesamt 1,1 Mio. Euro) im Investitionsplan zu belassen, sich aber auch mal Gedanken darüber zu machen, wer den - außer der Stadt - als Bauherr auftreten könnte. In Wald sei hier der Sportverein in die Bresche gesprungen.

'Frage der Gerechtigkeit' Auch Jutta Jandl (SPD) sah den Hallenbau als 'eine Frage der Gerechtigkeit' und bat das Gremium, darüber nicht abzustimmen: 'Wir sollten schauen, ob sie eines Tages nicht machbar ist.' Dieser Meinung war auch Otto Osterried (FW); einem Bau gehe schließlich eine bis zu fünf Jahre lange Planungszeit voraus. Geoffrey Cheeseman (SPD) sah zudem beim Blick in den Finanzplan nicht ganz so rabenschwarz für neue Investitionen: Die Ausgaben hierfür gingen im Plan zurück, obwohl die Kosten für die Halle drin stünden. Am Ende stand Axel Maaß allein auf weiter Flur: Alle anderen Gremiumsmitglieder plädierten dafür, die Halle im Investitionsprogramm zu belassen.

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