Grünenbach
Geh- und Radweg von Ebratshofen nach Grünenbach

Für Gemeinderat Harald Osterberger ist es «wie Weihnachten» und für Bürgermeister Markus Eugler eine «niemals so schnell erwartete Realisierung»: Der seit langem gewünschte, aber noch im Sommer als nicht finanzierbar geltende Geh- und Radweg von Ebratshofen nach Grünenbach soll schon in wenigen Jahren fertig sein. Und den ersten Abschnitt zwischen Ebratshofen und Harbatshofen baut die Gemeinde schon 2010, nachdem hohe Zuschüsse winken.

In den gleichen Fördertopf wie die Nachbargemeinde Stiefenhofen bei ihrem neuen Geh- und Radweg in Richtung Holzleute (wir berichteten) greift auch die Gemeinde Grünenbach, wenn sie im nächsten Jahr den ersten Abschnitt des Radweges zwischen den beiden größten Ortsteilen in Angriff nimmt. 678000 Euro soll die 2,3 Kilometer lange Strecke kosten. Bis zu 85 Prozent an Zuschüssen sind zu erwarten, da Grünenbach als finanzschwach gilt und damit voraussichtlich nicht nur die 75 Prozent Mindestförderung erhält. Somit bleiben rund 130000 Euro, die die Gemeinde im nächsten Jahr zu finanzieren hat.

Gespräche mit Stiefenhofen

Bürgermeister Eugler stellte im Gemeinderat die Planung vor. Komplett neu entsteht der Geh- und Radweg zwischen Harbatshofen und dem Abzweig nach Jungensberg. Dort wird er nördlich der Staatsstraße 2001 geführt, meist in einem Abstand von drei Metern. Die Mindestbreite wird 2,50 Meter betragen. Beim Abzweig nach Jungensberg quert der neue Weg die Staatsstraße und wechselt auf die südliche Seite. Hierzu wird eine Verkehrsinsel errichtet.

Der weitere Verlauf entspricht dem des schon bislang bestehenden Weges, der jedoch in diesem Bereich deutlich verbreitert wird. Die Gespräche mit den Anliegern sind abgeschlossen und alle Grundstücksfragen geklärt. Noch in diesem Jahr ist mit der Baugenehmigung zu rechnen. Inwieweit sich die Gemeinde Stiefenhofen an den Kosten beteiligt, soll sich Anfang 2010 klären.

Dann stellen Bürgermeister Eugler und sein Stellvertreter Reinhold Osterberger das Projekt im Gemeinderat in Stiefenhofen vor. Der Weg verläuft durch den Stiefenhofener Ortsteil Harbatshofen.

Eine Fortführung des Weges über Harbatshofen hinaus war bislang nur teilweise gesichert. Das Staatliche Bauamt hatte eine Grundsanierung der Staatsstraße 1318 von Grünenbach bis zur so genannten «Galgenbauer-Kreuzung» mit der Staatsstraße 2001 für 2010 angekündigt. In diesem Zusammenhang soll parallel zur Staatsstraße auch ein Geh- und Radweg entstehen. Mit einem Beginn dieser Baumaßnahme rechnet Grünenbachs Bürgermeister Eugler im nächsten Jahr «nach dem jetzigen Stand» nicht mehr, wohl aber im Jahr 2011.

Dennoch bliebe eine mehrere hundert Meter lange Lücke des insgesamt 4,3 Kilometer langen Weges zwischen der «Galgenbauer-Kreuzung» und dem Ortsteil Harbatshofen. Auch hier hatte Eugler frohe Kunde: Das Bauamt hat signalisiert, dass dieser Abschnitt der Staatsstraße 2001 in die Planung für die anstehende Erneuerung eingeschlossen wird. Auch dieser Bereich befindet sich in einem schlechten Zustand und Warnschilder signalisieren Straßenschäden. Mit der Erneuerung der Staatsstraße wird dann auch der Bau eines parallel verlaufenden Geh- und Radweges verbunden sein.

«Das wäre sicher nicht soweit gekommen, wenn wir mit dem ersten Abschnitt zwischen Ebratshofen und Harbatshofen nicht in Vorleistung gehen würden», stellte Eugler fest: «So war das Bauamt im Zugzwang, den Lückenschluss zu planen».

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