Stiefenhofen
Geh- und Radweg soll im Juli fertig sein

Seit über zwölf Jahren wünscht sich die Gemeinde Stiefenhofen einen Gehweg zwischen dem Hauptort und dem Ortsteil Holzleute. Jahrelang tat sich in dieser Sache nichts - jetzt soll alles ganz schnell gehen. Am Montag stimmte der Gemeinderat einstimmig für die vorliegende Planung, bereits im Juli soll der Weg fertiggestellt sein.

Der Neubau der Grundschule 1997 war Anlass für die Gemeinde, beim Staatlichen Bauamt wegen eines Gehweges in Richtung Holzleute anzufragen. Neben den Kindern aus der Schule sind auch jene aus dem benachbarten Kindergarten häufig an der Staatsstraße, die die Dorfmitte mit Holzleute verbindet, unterwegs. Dabei handelt es sich nicht nur um jene Kinder, die in Holzleute wohnen. Auch ganze Gruppen und Klassen müssen an der engen, kurvenreichen und unübersichtlichen Straße entlang zum Parkplatz kurz vor Holzleute laufen, an dem die Wanderwege im Stiefenhofener Wald beginnen.

«Unterricht in der Natur beginnt jeweils direkt an der Staatsstraße», beschreibt Bürgermeister Anton Wolf die Lage. Auch für alle anderen Radfahrer und Fußgänger führen bislang nur Staats- und Kreisstraßen aus Stiefenhofen hinaus. Durch den neuen Weg wird der Hauptort an das Wanderwegenetz angeschlossen. So war die Freude groß, als vor drei Jahren die Zusage für den Gehweg kam. Als alle Fragen zum Grundstückserwerb und zur Planung abgeschlossen waren, musste die im Frühjahr 2009 begonnene Ausschreibung abgebrochen werden. Aufgrund zusätzlicher Finanzmittel aus dem Konjunkturpaket II fördert der Freistaat nun nämlich kombinierte Geh- und Radwege entlang von Staatsstraßen.

Die «optimale Unterstützung durch das Bauamt», so Wolf, hat es ermöglicht, die Voraussetzungen zu schaffen, dass das Vorhaben besonders schnell umgesetzt werden kann. Damit die Mittel aus diesem Topf fließen können, muss der Antrag dafür noch in diesem Jahr gestellt werden. Das einstimmige Ja im Rat war dafür die Voraussetzung.

Im Februar soll die Ausschreibung erfolgen, im April entscheidet der Gemeinderat über die Vergabe, so dass im Mai 2010 mit dem Bau begonnen werden soll. Und im Juli sollen Fußgänger und Radfahrer den neuen Weg in Besitz nehmen können. «Ehrgeizige Ziele», wie Wolf feststellt. Zumal der Bau in dem sehr hügeligen Gelände nicht ganz einfach ist. So sind Schotterkästen vorgesehen, die den teilweise steilen Hang stützen sollen.

«Wir freuen uns auf eine optimale Lösung», so der Rathauschef, «auch wenn die verbleibenden Kosten für die Gemeinde uns schon arg drücken». Froh ist er, dass der Weg nach der Bauphase, in der die Gemeinde als Bauträger auftritt, an das Staatliche Bauamt übergeben werden kann. So entfallen die Kosten für Unterhalt und Winterdienst.

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