Gegenwind für Mobilfunk-Pläne

Von Stefanie Heckel, Altusried-Krugzell - Modernste Technik soll auf dem Land Einzug halten: Zwei Masten für die neue Mobilfunk-Technologie UMTS (siehe Wortweiser) will die Firma T-Mobile in Altusried und dem Ortsteil Krugzell aufstellen. Zwar gibt es dafür bisher noch keine konkreten Planungen - allerdings hat die Firma bereits errechnet: Beispielsweise im Ortsteil Krugzell liegt der ideale Standort für einen solchen Mast in der Gegend von Kindergarten, Schule und Kirche. Gegen diese Idee formiert sich allerdings bereits Widerstand: Mehrere Krugzeller Eltern versuchen, den geplanten UMTS-Mast zu verhindern. Bis 2005 sollen 50 Prozent der Deutschen die neue Technologie nutzen können. So hat es die Bundesregierung bei der Versteigerung der Lizenzen im Jahr 2000 festgelegt. Um diese Auflage zu erfüllen, sucht Anbieter T-Mobile laut Sprecher Markus Jodl derzeit verstärkt nach Standorten. Nachdem in Kempten ihm zufolge die neue Technik bereits verfügbar ist, sollen nun auch in Altusried und Krugzell zwei Masten entstehen. Mit ihren Plänen hatte sich das Unternehmen an die Gemeinde Altusried gewandt, die ganze Sache wurde nun dem Bauausschuss vorgelegt. 'Die Gemeinde hat aber keine Möglichkeit, solche Sendemasten tatsächlich zu verhindern', erklärt Bürgermeister Heribert Kammel. Allerdings habe man sich entschieden, dass die Gemeinde keine Gebäude für Masten zur Verfügung stellen wird. 'Man muss da die Sorgen der Bürger ernst nehmen', argumentiert Kammel.

Ein Sendemast auf Gemeinde-Gebäuden - das würde aus seiner Sicht den Frieden im Dorf enorm gefährden. Die Firma T-Mobile, die gestern offiziell deutschlandweit mit dem Verkauf der ersten UMTS-Handys begonnen hat, räumte der Gemeinde indessen eine Möglichkeit zur Mitsprache ein. 'Wir können der Firma einen Wunsch-Standort nennen', sagt Kammel. Heute läuft die dafür gesetzte Frist aus. Aber: 'Die Gemeinde wird keine Empfehlung abgeben', sagt Kammel. Die grobe Richtung hat das Unternehmen allerdings bereits festgelegt. Wie es bei der Bauausschuss-Sitzung hieß, hat T-Mobile die idealen Standorte bereits für den Ortskern von Altusried und die Gegend zwischen Kirche, Schule und Kindergarten in Krugzell errechnet. Während aus Altusried bisher kein Widerstand kommt, hat er sich im Ortsteil Krugzell bereits formiert: Mehrere Krugzeller Eltern, wollen den Mast ganz verhindern, beziehungsweise mindestens von Schule und Kindergarten fern halten. 'Wir rechnen uns gute Chancen aus, dass es erst gar nicht zum Bau eines solchen Mastes kommen wird', sagt Helmut Riezler, Vorsitzender des Krugzeller Kindergarten-Elternbeirats. Er und weitere Krugzeller wollen in den kommenden Tagen verstärkt unter anderem mit Flugblättern mobil machen. Für Donnerstag, 13. Mai, ist außerdem um 20 Uhr eine Infoveranstaltung im Gasthaus 'Hirsch' angesetzt.

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