Gedanken und Gefühlen Ausdruck verleihen

Pfronten (cc). - 'Bilder und Skulpturen erzählen.' Unter diesem Motto steht die Ausstellung von Haymo Aletsee, einem schon überregional bekanntem und anerkanntem Pfrontner Holzbildhauer, Maler und Schnitzer. Die Werkschau wurde durch Bürgermeister Beppo Zeislmeier im Rathaus mit einer Vernissage eröffnet. 'Oase der Fantasie' nannte Zeislmeier die Ausstellung, die zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses für alle Interessierten zugänglich ist. Er sieht in Aletsee einen Künstler, der schon mit einigen Werken in öffentlichen Einrichtungen seine Spuren in Pfronten hinterlassen hat. So konnte vor Jahren die von ihm nach alten Vorlagen nachempfundene Statue vom heiligen Magnus wieder auf den angestammten Platz gehoben werden. Im Kurpark können sich Gäste und Einheimische zu den '13 Pfrontner Stämmen' (für die 13 Ortsteile) ihre Gedanken machen. Ebenso wird Aletsee in der Naturerlebniszone des Kurparks den Klettergarten künstlerisch gestalten. 'Mit Form, Farbe und Klang verleihe ich meinen Gedanken und Gefühlen Ausdruck', mit diesen Worten beschreibt er sich in seinem Ausstellungskatalog. Neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen, sich freimachen und trauen sich selbst zu entdecken - das versucht der 45-Jährige weiterzugeben.

Archaische Symbole Archaische, aber auch moderne Symbole, Strukturen und Maserungen der verwendeten Hölzer und Steine, Farben und Wachsbeizen, diese Dinge bestimmen seine Werke. Weich, manchmal üppig, aber gleichzeitig einfach und ehrlich sind die Bilder und Skulpturen. Immer wieder sind besondere eigene Formen darin zu finden. Erfahrungen in der Natur und in kulturellen und religiösen Bereichen, besonders auch der Indianerkultur kommen in vielen seiner Werke zum Ausdruck. So zeigte Aletsee ganz ohne Zögern sein Faible für die selbst hergestellte Schamanenrassel, die er mit dem dazugehörigen Gesang vorführte.

Dinge neu erfahren Nach einer Schreinerlehre und der Schule für Holzbildhauer und Schnitzer in Oberammergau ist Aletsee seit 1986 als freischaffender Künstler tätig. Immer mehr sieht er sich neben der Arbeit in der klassischen Schnitzerei als Vermittler, Dinge aus dem täglichen Leben in neuer Weise zu erfahren. Die Ausstellung im Rathaus wird bis zum 20. August 2004 zu sehen sein.

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