Lindenberg
Geburtshilfe geschlossen

| sen | «Wir haben es mit unserem ganzen Herzblut versucht und alle Hebel in Bewegung gesetzt - leider waren unsere Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt», sagte Edith Dürr. Der Generaloberin des Verbandes der Schwesternschaft vom Bayerischen Roten Kreuz (Träger des Lindenberger Krankenhauses), fiel es nicht leicht, das endgültige Aus für die Geburtshilfe zu besiegeln.

Anlässlich der offiziellen Verabschiedung von Dr. Edeltraud Zink durch die Klinikleitung, dankte die Generaloberin der Lindenberger Bevölkerung wie auch der Stadtverwaltung für deren «motivierte» Hilfestellung beim Versuch, die Geburtshilfe doch noch am Leben zu erhalten. Nach dem Rückzug von Dr. Friedrich Haag im Sommer war Dr. Edeltraud Zink die letzte Belegärztin des Fachbereichs Geburtshilfe am Lindenberger Krankenhaus.

Dank an Hebammen

Zinks Abschied aus dem Lindenberger Klinikdienst war Anlass für eine Feierstunde, bei der auch den Hebammen Karin Döberl, Rebecca Ferber-Huber, Christina Epp, Melanie Fischer und Susanne Schäffauer für ihre teilweise langjährige Tätigkeit gedankt wurde. Neben der Krankenhausleitung - vertreten durch Generaloberin Edith Dürr, Prof.

Dr. Ulrich Schöffel, Verwaltungsdirektor Andreas Fischer und Pflegedirektorin Gaby Fischer-Reng - nahmen auch Chef-, Ober- und Stationsärzte, das Pflege- und Verwaltungspersonal sowie Bürgermeister Johann Zeh an der Festversammlung am Dienstag teil. Seit 2002 war Dr. Edeltraud Zink Belegärztin am Dr. Otto Geßler-Krankenaus und hat bis heute etwa 880 Babys auf die Welt geholfen.

Für die Schließung der Geburtshilfe machte Dr. Zink den Fachärztemangel sowie die von der Politik gewollten medizinischen «Gesundheitszentren» verantwortlich: «Politische Entscheidungen haben uns als kleine Abteilung das Leben sehr schwer gemacht.»

Auch wenn sie sich mittlerweile am Lindauer Krankenhaus neu positioniert hat («hier sind kompetente Fachleute 24 Stunden vor Ort in Bereitschaft»), fällt der Gynäkologin die Trennung nicht leicht: «Vielleicht ermöglichen es mir andere Situationen, irgendwann wieder zurückzukommen.»

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