Pfronten
Ganz Ohr fürs neue Instrument

Wie sie aussieht wissen die Pfrontener Kirchgänger inzwischen. Wie sie klingt, dieses Geheimnis wird am Sonntag, 6. Dezember, beim Festgottesdienst mit Bischof Dr. Walter Mixa, Domkapitular Harald Heinrich und Pfarrer Bernd Leumann gelüftet. Dann lässt Pater Stefan Ulrich Kling, der Orgelsachverständige im Bistum Augsburg, das neue Instrument der Pfarrkirche St. Nikolaus erstmals öffentlich erklingen. Die Zeiten, da ein im Chorraum aufgestelltes Harmonium die Gottesdienste provisorisch begleitete, sind damit nun vorbei.

Vielleicht erkennt so mancher treue Kirchgänger am Sonntag bekannte Klänge wieder. Denn viele der 2532 Pfeifen des neuen Instruments stammen noch aus der Orgel aus der Oettinger Werkstatt G. F. Steinmeyer von 1913. An dieser hat sich Orgelbauer Roman Seifert aus Kevelaer bei seinem Neubau orientiert. Sogar ein Fernwerk, über das das Instrument von 1913 als damals technische Sensation verfügte, besitzt nun auch die neue Orgel: Im südlichen Chörle oberhalb der Sakristei ist ein Teil der Pfeifen untergebracht. Das Fernwerk ermöglicht nicht nur besondere Effekte, etwa als «Echo» zum großen Prospekt auf der Empore. Über diese Einrichtung kann der Organist auch Chöre unterstützen, die im Altarraum singen, oder kleinere Feiern wie etwa Taufen im Chorraum ganz aus der Nähe begleiten.

Hellgraue Marmorierung

Optisch fügt sich das neue Instrument im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der einen bewussten Kontrast gesetzt hatte, in den spätbarocken Stil ein, der das Kirchenschiff prägt. Dazu tragen beispielsweise die hellgraue Marmorierung des Gehäuses und goldene Ornamente bei.

Der Festgottesdienst zur Orgelweihe beginnt am Sonntag um 10 Uhr. Nach der Begrüßung am Altar wird Bischof Walter Mixa zusammen mit Domkapitular Harald Heinrich und Pfarrer Ralf Leumann auf die Empore gehen und der Orgel den Segen spenden. Während Pater Stefan Ullrich Kling das neue Instrument zum ersten Mal spielt, kehren die Geistlichen zum Altar zurück, die Messe beginnt.

Gleich im Anschluss an das Pontifikalamt sprechen Pfrontens ehemaliger Pfarrer Domkapitular Heinrich, Orgelbauer Roman Seifert und Bürgermeister Beppo Zeislmeier in der Kirche noch Grußworte.

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