Für mehr Sicherheit auf dem Fahrrad

Buchloe/Ostallgäu(bz). - In einer allgäuweiten Aktion will die Polizei in nächster Zeit verstärkt Radfahrer kontrollieren. Auch die Polizeiinspektion Buchloe beteiligt sich daran, so deren Leiter Otto Hahn: 'Alle Kollegen sind angehalten, in den nächsten Wochen verstärkt ihren Blick darauf zu werfen.' Denn immer wieder komme es auch durch das Verhalten von Radfahrern zu gefährlichen Situationen und Unfällen. Ferner stelle man fest, dass es häufig an der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge mangelt. Für die Beamten der Polizeiinspektion Buchloe heißt dies, in den nächsten Wochen verstärkt ihr Augenmerk unter anderem auf die Beleuchtungseinrichtungen der Fahrräder zu richten. Denn auch wenn heutzutage bestimmte Zweiräder-Typen ohne Vorder- und Rücklicht verkauft werden dürfen, benötigen diese nachts dennoch eine Beleuchtung. 'Wenn da ein Stecklicht dran ist, ist alles in Ordnung', so Hahn. Jedoch keine Beleuchtung mit sich zu führen, sei gefährlich und werde strikt geahndet. Vor allem aber gehe es bei den Kontrollen um die Einhaltung der Verkehrsregeln. So werde man sich näher um 'Gehweg-Fahrer' kümmern und auch zum Beispiel darauf achten, dass das Abbiegen mit Handzeichen angekündigt wird. Hahn weiß um die Nachlässigkeit und zum Teil auch Rücksichtslosigkeit mancher Radfahrer: 'Die Kinder schieben ihr Räder vorsichtig über den Zebrastreifen, dann kommte ein erwachsener Radfahrer und saust einfach an ihnen vorbei.' Zwar sei es für Radfahrer nicht immer einfach, beispielsweise auf der vielbefahrenen Bahnhofstraße in Buchloe unterwegs zu sein, weiß Hahn. Doch der begleitende Gehweg sei nun einmal nicht für Radfahrer zugelassen und Verstöße würden entsprechend geahndet. Wie Auswertungen der jüngsten schwereren Unfälle ergaben, liegt bei einem Großteil von Unfällen, bei denen Radfahrer beteiligt waren, zumindest ein Mitverschulden der beteiligten Radfahrer vor, wie zum Beispiel die Missachtung des Rotlichts einer Ampelanlage, Fahren ohne Beleuchtung und unerlaubte Benutzung von Gehwegen oder Fußgängerbereichen.

Bis zu 25 Euro bei Verwarnung Bei Verstößen ist mit einer Verwarnung zwischen fünf und 25 Euro zu rechnen, unter Umständen gar mit einer Fahrtunterbindung oder einer Sicherstellung des Rades. In diesem Zusammenhang wird noch einmal an die wichtigsten Regeln erinnert: Lichtzeichenanlagen und Einbahnregelungen gelten auch für Radfahrer. Radfahrer (mit Ausnahme Kinder bis acht Jahre) dürfen keine Gehwege benutzen Fußgängerüberwege sind für Fußgänger; Radfahrer müssen hier absteigen Radwege, die in Fahrtrichtung rechts verlaufen, sind zu benutzen. Linksseitige Radwege dürfen benutzt werden, wenn sie für diese Gegenrichtung freigegeben sind Bei Dämmerung und Dunkelheit sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen Das Fahren zu zweit auf dem Rad, das Freihändigfahren und auch das Telefonieren während der Fahrt sind untersagt. Wie jüngste Gerichtsurteile beweisen, kann ein Fehlverhalten des Radfahrers auch erhebliche zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. So wurde ein Radfahrer, der auf dem Radweg in falscher Richtung unterwegs war und in einer Kreuzung in einen Unfall mit einem Autofahrer verwickelt wurde, zur Übernahme der Hälfte des Schadens verpflichtet. In einem anderen Fall wurde ein Radfahrer, der in falscher Richtung auf dem Gehweg in einen Unfall verwickelt war, zur Übernahme des gesamten Schadens verurteilt.

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