Lengenwang
Für Familien attraktiv bleiben

Lengenwang soll ein familienfreundliches Dorf werden. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig in seiner letzten Sitzung für dieses Jahr. Dabei wurde hervorgehoben, dass der Ort vor allem für seine Bürger attraktiv und interessant sein und bleiben soll. Gleichzeitig geht die Planung mit dem vom Landkreis Ostallgäu angestrebten Ziel konform, das Allgäu zur Wanderregion Nr. 1 in Deutschland zu machen.

Schon seit langem macht sich der Gemeinderat Gedanken über die künftige Nutzung des Lengenwanger Bahnhofs. Dabei wurde vor allem auch ein großer Kinderspielplatz in dessen nächster Nähe gewünscht. Es wurde deshalb vor einiger Zeit eine achtköpfige Projektgruppe gegründet, in der Gemeinderatsmitglieder, Altbürgermeister Heinrich Hutter, die Interessengemeinschaft Tourismus und etliche Bürger vertreten sind. Rudi Nuschele stellte nun dem Gemeinderat das von dieser Projektgruppe ausgearbeitete Gesamtprojekt samt Kostenschätzung vor.

Nachdem sie erfahren hätten, dass für ein familienfreundliches, über die Umgestaltung des Bahnhofs und Anlegung eines Spielplatzes hinausgehendes Gesamtkonzept Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent von Leader-Programm der EU zu erhalten sind, sei diese Gesamtplanung in Angriff genommen worden.

Nuschele erläuterte die Planung, deren Ziel ein familienfreundliches Konzept ist mit pädagogischen Werten, Schaffung eines Erlebnisspielplatzes in der Ortsmitte, mit dem Bahnhof als kleinem Eisenbahnmuseum.

In ihm soll dargestellt werden, welche Bedeutung die Bahnlinie für die Gemeinde einst hatte und jetzt noch hat. Der Naherholungswert für Einheimische und für Gäste soll durch das Konzept erhöht, ein naturnaher Tourismus und Urlaub auf dem Bauernhof gefördert werden. Darüber hinaus soll das Verständnis für den Wasserkreislauf gefördert und im Verlauf der geplanten Wanderwege auf Besonderheiten des Ortes und seiner Umgebung hingewiesen werden.

Da dann das Erlebnisdorf Lengenwang von vier verschiedenen Erlebniswegen wie von einem Kleeblatt umgeben wird, erhielt das Projekt den Arbeitstitel «Lengenwanger Kleeblatt».

Lengenwanger Kleeblatt

Nuschele stellte die vier Erlebniswege «Wasser ist Leben», Mühlenrunde, Kinderwagenrunde und Walderlebnisrunde vor. Die Kosten für die Umsetzung aller vorgeschlagenen Maßnahmen wurden auf 150000 Euro geschätzt. Davon gehen mindestens 20000 Euro an Eigenleistung ab. Auch hat die Gemeinde für den Bau des Spielplatzes erhaltene Spenden bereits für dieses Projekt zur Seite gelegt.

Einstimmig genehmigten der Gemeinderat das vorliegende Konzept familienfreundliches Lengenwang und Lengenwanger Kleeblatt. Erforderliche Finanzmittel werden - vorbehaltlich der Leader-Förderung - zur Verfügung gestellt. Wichtig war den Gemeinderäten, dass die Maßnahmen nicht sofort umgesetzt werden müssen, sondern über einige Jahre verteilt werden können. Festgelegt wurde noch nicht, ob alle jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden bzw. werden können.

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