Füssen
Für die Region in China geworben

«Das ist ein Markt mit einem riesigen Zukunftspotenzial.» So beurteilt Michael von Hohenhau vom Europarkhotel die Chancen, die China der heimischen Tourismusbranche bietet. Gemeinsam mit Wilhelm Schwecke warb er bei einer Road Show der Deutschen Zentrale für Tourismus um Gäste aus dem Reich der Mitte. Beide rührten darüber hinaus die Werbetrommel für die gesamte Region. Weniger euphorisch sind ihre Prognosen für Japan: Das Land leidet schwer unter der Wirtschaftskrise, mit steigenden Gästezahlen sei sicher nicht zu rechnen.

Von Wirtschaftskrise war zumindest in den chinesischen Großstädten, die von Hohenhau und Schwecke besucht wurden, kaum eine Spur. «Da ist eine riesige Dynamik zu spüren», sagt von Hohenhau. Beispiel Macao: Dort wird gerade ein Hotelkomplex mit 15000 Zimmern hochgezogen.

Doch nicht nur innerhalb ihres Landes wollen die Chinesen verreisen, hat der 35-Jährige bei vielen Gesprächen mit Reiseveranstaltern erfahren: «Die wollen raus.» Und zwar nicht nur in Gruppen, sondern verstärkt auch als Einzelreisende. Und die wollten nicht nur einen Tag, sondern zwei oder drei Tage an einem Ort bleiben: «Golfen ist ein großes Thema, aber auch Mountainbike oder Fischen», hat von Hohenhau erfahren.

Schloss Neuschwanstein sei in China anders als zum Beispiel in Japan nicht so bekannt - dafür aber die Romantische Straße. Hier habe man für Füssen als Endpunkt dieser touristischen Destination gut werben können. Doch nicht nur für ihr Hotel und für Füssen rührten die beiden einzigen Allgäuer die Werbetrommel, sondern für die gesamte Region. So hatten sie 40 Exemplare der DVD «bergaufland» des Landkreises Ostallgäu mit dabei. Die Filme wurden ihnen aus der Hand gerissen, «wir hätten 400 mitnehmen können», sagt Schwecke.

Weihnachtsmärkte ein Renner

Während China sich zu einem Markt mit großem Potenzial entwickeln kann, ist die Lage in Japan erheblich schlechter. Dort frischten Schwecke und von Hohenhau bestehende Kundenkontakte auf und mussten erfahren: «Es sieht düster aus», die Krise beutelt das Land erheblich. «Steigende Gästezahlen sind hier nicht zu erwarten», so Schwecke. Im Gegenteil. Umso mehr müsse man tun, um die Zahlen halten zu können. Zum Beispiel mit einem mehrwöchigen und großen Weihnachtsmarkt in Füssen: Denn deutsche Weihnachtsmärkte seien ein Renner in Japan, es gebe eigens Broschüren mit Terminen in München, Rothenburg oder Nürnberg. «Wir hätten hier ein großes Potenzial für die schwachen Zeiten im Dezember - doch das lässt man schlafen», sagt er.

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