Frühlings zartes Grün

Von Anna Köhl Burgberg In der Burgberger Pfeffermühle hat der Koch das Sagen. Peter Gereth, der gleichzeitig auch als Pächter des Restaurants die Entscheidungen trifft, sorgt nicht nur für kulinarische Genüsse, sondern ebenso für ein ansprechendes Ambiente. So präsentiert er in seinen Räumen derzeit Bilder in Seidenmalerei von Trude Willmann. Unter Seidenmalerei stellt man sich gewöhnlich etwas verlaufene Formen und phantastische Motive vor. Eine Technik, die sich auf Krawatten, Schals oder Taschen präsentiert und oft mit Batikarbeiten verwechselt wird. Trude Willmann bezeichnet die Seide ganz lapidar als Untergrund. Für andere mag es die Leinwand sein, Karton, Aquarellpapier, Holz, oder eine andere Fläche, sie benutzt den fein gesponnenen Faden der Raupe. Seit 25 Jahren experimentiert sie mit verschiedenen Techniken und hat ihren eigenen Stil entwickelt, der sich bis in die Rahmung durchzieht. Ihre Stoffbilder presst sie zum Teil zwischen Glasplatten und verstärkt somit den durchschimmernden Reiz des Malgrundes.

Trude Willmann zeichnet und malt, seit sie denken kann: Für mich war früher schon der Mal- oder Bleistift wichtiger als die Puppe, erinnert sich die 62-jährige Autodidaktin. Alle Motive entwirft sie selbst, fertigt Skizzen und Zeichnungen an, bevor sie zu den Farben greift und die Seide auf Rahmen spannt. In der Pfeffermühle stellt die Burgbergerin nun zum vierten Mal ihre Arbeiten aus: großformatige Blumen- und Landschaftsbilder neben kleineren und fein gezeichneten Motiven. Reise nach Bethlehem nennt sie ihre Darstellung der Könige auf ihrem Weg durch die Wüstenlandschaft. Gegenüber zeigt sie die Orientalische Stadt. Behausungen schmiegen sich eng aneinander und suchen Schutz vor dem heißen Wind, der sich in jede Ritze legt. Überraschend jedoch wirken Willmanns Malereien zu den Jahreszeiten: ein lichtdurchlässiger Frühlingswald, das erste zarte Grün und eine Wiese, die nach dem langen, kalten Winter mit hellen Sonnenstrahlen zum Spazierengehen lockt. Die Ausstellung von Trude Willmann ist bis Ende März im Burgberger Restaurant Pfeffermühle, Rettenberger Straße 9, zu sehen. Geöffnet montags bis samstags von 11.30 bis 14 Uhr und 17 bis 24 Uhr, sonntags von 11.30 bis 14 Uhr, außer Mittwoch (Ruhetag).

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