Füssen
Frosch-Retter hören auf

Für Erdkröten, Grasfrösche, Bergmolche und dergleichen mehr gab es bei der Jahresversammlung des Bundes Naturschutz, Ortsgruppe Füssen, eine schlechte Nachricht: Elke Englert und ihre Helfer stellen nach Jahren den Amphibienschutz am Eschacher Weiher ein. Noch im vergangenen Jahr trugen sie weit über 6000 Tiere über die stark befahrene Straße zu ihrem Laichplatz.

Vorsitzender Michael Käs bedankte sich bei Elke Englert für ihr «beispielhaftes Engagement», das nun endet. Denn aus Altersgründen stellen Englert und ihre Helfer diese Arbeit ein. Sie schaffen es nicht mehr, in diesen Tagen jede Nacht bei Wind und Wetter draußen zu sein. Käs dankte ihr für den jahrelangen Einsatz mit einem Blumenstrauß. Englert jedoch gab die Worte des Lobes gleich weiter an all diejenigen, die ihr immer wieder helfend zur Seite standen. Die Naturschützer hoffen nun, dass nach fast drei Jahrzehnten Arbeit für den Amphibienschutz die schon seit dieser Zeit geforderte Baumaßnahmen - ein festes Leitsystem mit fünf Untertunnelungen - durch das Staatliche Bauamt Kempten endlich verwirklicht werden.

Erfreut zeigte der Ortsvorsitzende wieder über das Ergebnis der Straßensammlung. Fast 3200 Euro sammelten Schüler des Gymnasiums Füssen und der Anton-Sturm-Volkschule. Das war das zweitbeste Ergebnis im Kreis, freute sich Käs: «Wenn junge Menschen sich so für die Natur einsetzen, ist das eine sehr erfreuliche Sache.»

Im Referat von Julia Wehnert ging es um die Allgäuer Moorallianz (wir berichteten mehrfach). Gerade die Allgäuer Moore mit ihren Streuwiesenlandschaften seien international von großer Bedeutung, weil sie in den Moorregionen Mitteleuropas eine zentrale Sonderstellung einnehmen. Hier hätten sich wunderbare Moortypen entwickeln können, die von der Ebene bis in 2000 Meter Höhe anzutreffen sind, so Wehnert. Um die Moore erhalten zu können, stünden der Allianz in den nächsten elf Jahren rund 8,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Moorschutz sei auch Klimaschutz, weil wachsende Moore der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen und damit dem Treibhauseffekt entgegenwirken, führte die Referentin aus. Zudem schütze ein Moor bei Hochwasser, weil es wie ein riesiger Schwamm Wasser bindet und damit Hochwasserspitzen entschärfen kann. Außerdem tummeln sich in Mooren zahlreiche stark gefährdete Pflanzen und Tierarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019