Klimaschutz
Fridays for Future: 700 Schüler trotzen dem Dauerregen in Kempten

Fridays for Future: Rund 700 Schüler in Kempten demonstrieren für mehr Klimaschutz
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  • Foto: Stephanie Eßer, Sebastian Kehr
  • hochgeladen von Sebastian Kehr

Trotz des schlechten Wetters waren auch an diesem Freitag, 15. März, wieder rund 700 Kemptener Schüler zur Demonstration Fridays for Future aufgebrochen. Zahlreiche Erwachsene begleiteten die Jugendlichen auf ihrem Marsch durch die Kemptner Innenstadt. Ein älteres Paar am Straßenrand ruft den Jugendlichen Mut zu. "Wir unterstützen unsere Enkelin. Wir haben den Klimaschutz ja selbst verschlafen. Viel zu lange zugeschaut."

Wer im Dauerregen demonstriert, dem geht es wirklich um die Sache und nicht um schulfrei. Das merkte man auf der Abschlusskundgebung auf dem Hildegardplatz  deutlich.

"Ich bin selbst überrascht, wieviele Schüler heute dabei sind", sagt Benjamin Gras (17), Mitglied der Fridays for Future-Ortsgruppe Kempten. "Wir merken einfach, dass die Politik nichts macht. Also tun wir was. Und die Unterstützung ist riesig." Es gibt aber auch kritische Stimmen, wie etwa auf Facebook all-in.de. Vor allem das Thema Schule schwänzen oder der Vorwurf, Jugendliche würden nicht nachhaltiger leben als Erwachsene. Wie Gras dazu steht: "Wir packen mit unseren Aktivitäten die Verantwortlichen an der Nase. Sie fühlen sich ertappt und reagieren nach dem Motto: Getroffene Hunde bellen."

Die Polizei begleitet den Demonstrationszug. "Wir schätzen, dass es rund 700 Schüler sind. Wir sorgen für eine ordnungsgemäße Durchführung, sperren Straßen und schauen, ob die Demonstranten nicht Andere gefährden. Zu große Plakate, dicke Eisenstangen oder Vermummungen sind verboten. Das wissen alle und halten sich daran", erklärt Markus Asbach, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Kempten.

Ein Erfolg der Demonstranten ist zu verzeichnen: Am 29. März sind sie zum Rathausgespräch mit Oberbürgermeister Kiechle eingeladen. Diese Gesprächsrunde dient zum Austausch untereinander. Es soll gemeinsam über die Klimaschutz-Forderungen der Schüler diskutiert und nach Lösungen gesucht werden.

Seit Jahresbeginn 2019 gehen Schüler im Allgäu für den Klimaschutz auf die Straße. Demonstrationen in Kempten, Lindenberg, Kaufbeuren, Memmingen und Leutkirch. Fridays for Future ist eine globale Schüler- und Studenteninitiative, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Gründerin und Protagonistin der Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg (16), die seit August 2018 jeden Freitag den Schulunterricht bestreikt.

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