Betzigau
Freude über Fördergelder

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Dieses Jahr kamen weniger Vorstände und Dirigenten zur Jahresversammlung des Bezirks I Kempten im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) als in den Vorjahren. Der Grund: die widrigen Wetterbedingungen. Die musikalische Umrahmung in Betzigau hatte der Musikverein Lenzfried übernommen, der in diesem Jahr des Bezirksmusikfest ausrichtet. Schirmherr ist Dr. Ulrich Netzer, der Kemptener Oberbürgermeister. Mit Stücken von Siegfried Rundel, Freek Mestrini, Klaus-Peter Bruchmann und Georg Meissner zeigten die Lenzfrieder ein schönes, abwechslungsreiches Spiel.

Laut Bezirksleiter Hermann Koch musizieren derzeit 2721 Musikerinnen und Musiker in 52 Gruppierungen im Bezirk I. Ein Drittel aller Aktiven sind Jugendliche unter 18 Jahren.

Weitere Zahlen: Nach wie vor an erster Stelle liegt der Bezirk bei der Verleihung der Pro-Musika-Plakette. 31 Kapellen erhielten bisher diese Auszeichnung für eine besonders lange Musiktradition. Sechs Musiker wurden für 50 Jahre Musizieren und Maria Haslach aus Oy für 25-jährige Dirigentinnentätigkeit geehrt.

2009 legten vier Musiker die Dirigenten-C3-Prüfung ab: Verena Beyrer, Martina Haug, Anna Kuisl und Thomas Strobel. Noch einen Schritt weiter gingen Stefan Seeherr von der Musikkapelle Buchenberg und Jürgen Wiedemann von der Musikkapelle Kreuzthal. Sie legten die Prüfung zur «Staatlichen Anerkennung als Dirigent von Blasorchestern im Laienmusizieren» ab.

Besonders freute sich Koch über einen Zuschuss der Kaiser-Sigwart-Stiftung von 5000 Euro. 2008 sei der Zuschuss wegen der Finanzkrise ausgeblieben. Außerdem freute sich der Bezirksleiter über den Besuch des neuen Bundesdirigenten Markus Kolb aus Krumbach. Er kündigte an, dass es im September eine Dirigentenfortbildung mit dem bekannten österreichischen Komponisten Thomas Doss geben werde.

Bezirksdirigent Max Geist gab bekannt, dass die Hymne «Musikantenfreundschaft» das neue Stück für den Gemeinschaftschor beim Musikfest in Lenzfried sei. Bezirks-Jugendleiter Martin Bisle appellierte an die Vereinsvorstände, ihre Jugendlichen beim ASM anzumelden. Es gebe für jedes gemeldete Mitglied Förderung. Enttäuscht war Bisle, dass zum letzten Workshop für Ausbilder am Schlagwerk niemand gekommen sei.

Beisitzer Lothar Geist ist zum Jugendvertreter für die Verbandsjugend in den Bezirken I, II und VII gewählt worden und versprach: «Wir wollen für die Jugend offene Ohren haben».

Im Namen der Stadt Kempten bedankte sich Bürgermeister Josef Mayr für die großartige Arbeit in den Kapellen. Landrat Gebhard Kaiser betonte, dass Miteinander, Kameradschaft und Vertrauen in den Kapellen den jungen Menschen den Weg in die Zukunft ebneten. Centa Theobald, die stellvertretende ASM-Präsidentin aus Buchenberg, sprach über das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Es zu beherrschen sei für alle Dirigenten, Vorsitzende, Musikerinnen und Musiker eine große Herausforderung.

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