Stötten
Fremdenverkehrsverein droht die Auflösung

Der Stöttener Fremdenverkehrsverein ist führungslos. Nachdem die bisherige Vorsitzende Evi Fink sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte, konnte bei der Jahresversammlung für sie kein Ersatz gefunden werden. Die restliche Vorstandschaft würde ihre Ämter wieder übernehmen. Die Neuwahlen wurden nun auf den 23. Februar verschoben. Sollte in dieser Versammlung der Vorsitz erneut verwaist bleiben, muss der Verein aufgelöst werden, wie Bürgermeister Joachim Ernst bekannt gab.

Seit 1996 ist Evi Fink im Vorstand des Vereins tätig. Die ersten beiden Jahre als Zweite, dann als Erste Vorsitzende. Schon bei der Wahl vor zwei Jahren wollte sie das Amt niederlegen, ließ sich dann aber doch nochmals «breitschlagen». Doch nach 14 Jahren ist für sie nun endgültig Schluss. Zwar zeigte sie sich bereit, jemanden Neuen einzuarbeiten und zu unterstützen, bis das laufende Projekt des gemeinsamen Werbeprospekts mit anderen Gemeinden im Ostallgäu abgeschlossen ist. Trotzdem war keiner aus der recht mager besuchten Versammlung bereit, ihr Amt zu übernehmen.

Die Gemeinde werde die auf sechs Jahre ausgelegte Prospekt-Kooperation mit den Nachbargemeinden auf jeden Fall einhalten, sagte Ernst. Auch wenn kein Nachfolger für Fink gefunden werde. Danach aber müssten die Vermieter auf eigene Faust werben.

Dabei hatten sich die Übernachtungszahlen nach dem Einbruch im Jahre 2007 auf 2008 gerade wieder stabilisiert. Gingen die Zahlen damals um 747 Übernachtungen zurück, waren es von 2008 auf 2009 lediglich 101 Übernachtungen weniger. Bei den Gästen waren es sogar 35 mehr als im Vorjahr. Dass die Gäste aber drei Wochen am Stück blieben, sei äußerst selten geworden. Meistens blieben sie nur noch drei Tage, berichtete Fink. Der Verein hat derzeit 18 aktive und 30 passive Mitglieder.

Belegungsplan aktualisieren

Fink erzählte von den durchgeführten Vollmondwanderungen, einer Ehrung für zehnmaligen Aufenthalt und der Werbegemeinschaft mit Aitrang, Lengenwang und Marktoberdorf, mit der Stötten viermal auf Bayerischen Wochen in Berlin, Bremen und Bochum vertreten war. Fink dankte allen Vermietern, welche die Pilger auf dem Jakobsweg aufnehmen, obwohl diese in der Regel ja nur eine Nacht blieben. Das Internet spiele im Tourismus eine immer größere Rolle, so Fink. Es sei wichtig, den Belegungsplan stets auf dem neuesten Stand zu halten.

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