Freie Wähler bleiben meine politische Heimat

Denklingen | hoe | Fast komplett gefüllt war der Saal im Gasthaus 'Hirsch' bei der Nominierungsversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Denklingen. Neben den 46 Teilnehmern, die aktiv an der Aufstellung mitwirkten, waren fast noch einmal genauso viele als Beobachter erschienen. Ein einstimmiges Votum erhielt Viktoria Horber als Bewerberin um das Bürgermeisteramt.

Damit wies die neu gegründete Wählergruppierung die höchste Beteiligung aller bisher im Gemeindebereich durchgeführten fünf Aufstellungsversammlungen auf, stellte Amtsinhaberin Horber zufrieden fest. Die Initiative zur Bildung dieser Gruppierung hatte Horber selbst ergriffen, nachdem ihre bisherige Liste, die Freien Wähler (FW), sich für Regina Wölfl als Kandidatin entschieden hatten. 'Die Freien Wähler bleiben trotzdem meine politische Heimat', versicherte Horber, was ihr zweiter Platz auf der FW-Kreistagsliste belege. Horber war in der vergangenen Woche auch von der Epfacher Wählergemeinschaft für das Bürgermeisteramt nominiert worden.

Aufstellen ließ sich Horber ebenso auf der Gemeinderatsliste der neuen Wählergemeinschaft, 'um dem Wahlvorschlag ein entsprechendes Gewicht zu verleihen'. Hierbei musste sie den ersten Listenplatz ganz knapp an den 28-jährigen Studenten Tobias Kettner abgeben, der in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv ist. Versammlungsleiter Johann Hensel hatte nur wenig Probleme damit, zu den bereits vorab festgelegten sieben Kandidaten weitere fünf Bewerber aus der Versammlung zu finden, so dass die 'Unabhängigen' mit zwölf Frauen und Männern in die Gemeinderatswahl gehen. Vor ihrer Nominierung als Bürgermeisterkandidatin ging Horber auf die Bilanz der vergangenen sechs Jahre ein. Entschieden trat sie dem Vorwurf entgegen, es mangele an Offenheit in der Gemeindepolitik. Sie verwies auf die regelmäßigen Veröffentlichungen im Internet und im Mitteilungsblatt. Zudem sei sie als Gemeindeoberhaupt fast jederzeit 'für alle Bürger erreichbar'. Auch habe man die drei Gemeindeteile stets gleich behandelt und keine 'Ortsteil bezogenen Entscheidungen' gefasst.

Als Stärke ihrer Gemeinde bezeichnete Horber die Wirtschaftskraft, die sich in 1900 Arbeitsplätzen und im hohen Gewerbesteueraufkommen widerspiegele. Der Hauptarbeitgeber, die Firma Hirschvogel Umformtechnik, plane zur Zeit eine Erweiterung. Der Entwurf für den Bebauungsplan werde man demnächst dem Gemeinderat vorlegen. Für eine eventuell erneute Amtszeit, die 'sicherlich' ihre letzte sein werde, kündigte sie an, die Bemühungen um den Bau einer Überführung an der B17 zwischen Denklingen und Epfach und den Breitband-Internetzugang für die Gemeinde fortzusetzen. Verstärkte Anstrengungen der Politik für Kinder, Familien und Senioren sollen zudem gewährleisten, dass Denklingen 'für alle Bürger gleichermaßen eine lebenswerte Gemeinde bleibt'.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019