Frauenwoche soll keine einmalige Aktion bleiben

Füssen (mar). - Zum Abschluss gab es Rosen und Cocktails: Mit einer 'Ladies Night' in der Schiffwirtschaft ist am Samstag die erste 'Füssener Frauenwoche' zu Ende gegangen. Die Initiatorinnen zogen ein überaus positives Fazit. Die Aktionen der ersten Füssener Frauenwoche seien bei den Teilnehmerinnen sehr gut angekommen. Eine Wiederholung wird damit wahrscheinlich, auch wenn frau sich noch nicht auf einen Termin festlegen lassen will. Profitiert hat auch die 'Kartei der Not', das Leserhilfswerk unserer Zeitung. Ihr kommt der Erlös zugute. 'Die Veranstaltungen alle in der knapp bemessenen Freizeit zu organisieren, das ist für Ehrenamtliche doch ein ganz schöner Kraftakt', so Heike Heel, auf deren Schultern ein Großteil der Last der Organisation lag. Bevor sie an eine Wiederholung der Aktion denken mag, muss sie deshalb erstmal ein paar Tage durchschnaufen. Zudem sei die Finanzierung für eine Bürgerinitiative ohne eigene Mittel nicht ganz unproblematisch gewesen. Um für die 'Füssener Frauenwoche' ein umfang- und abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen, hatten Heike Heel und Heidi Rauch ihre zahlreichen Kontakte vor allem auch zu Füssener Geschäftsleuten genutzt. 'Wir haben sie einfach angesprochen ,Könntet Ihr Euch vorstellen, bei der Frauenwoche etwas zu machen?' und die meisten haben sofort ja gesagt', erzählt Heike Heel. Ohne die Mithilfe der beteiligten Firmen und Kursleiter wäre die Frauenwoche nicht möglich gewesen. Während frau so beispielsweise ihre Schwellenangst vor der Autowerkstatt überwinden konnte, stellten sich die Geschäfte den potentiellen neuen Kundinnen auf sympathische Weise vor.

Das Programm reichte von der Modenschau über Fitnessangebote und einen Kinofilm bis zum Vortrag über die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Als besonders interessant für Frauen entpuppte sich eine Frühjahrs- und Trachtenmodenschau im 'Haus Hopfensee', die rund 300 Besucherinnen anlockte, sowie das Angebot zweier Fotostudios, sich professionell geschminkt für ein besseres Selbstbild in Szene zu setzen. Mitorganisatorin Heidi Rauch absolvierte in dieser Woche als Kosmetikerin einen wahren Schmink-Marathon. Auch die Familienstadtführung und die 'Lustige Busfahrt durchs Füssener Ländle' entpuppten sich für viele Teilnehmerinnen als positive Überraschungen. Lernten sie doch in der unmittelbaren Heimat noch schöne Ecken kennen, die ihnen bislang entgangen waren. Die Kritik, dass die 'Füssener Frauenwoche' zwar auf dem Kalender mit dem Internationalen Frauentag zusammenfiel, aber inhaltlich nicht viel mit dem Kampf um Gleichberechtigung zu tun hatte, will Heike Heel indes nicht gelten lassen: 'Das Politische war nicht unser Anliegen. Das können andere viel professioneller.' Vielmehr sei der Zweck der Frauenwoche gewesen, den Füssenerinnen einmal eine Woche lang außergewöhnliche Erlebnisse zu bieten sowie die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. Schließlich war die Idee dazu in der Projektgruppe 'Soziales und Gemeinschaftssinn' im Rahmen des Bürgerprojekts 'Lebensqualität durch Nähe' geboren worden. Besonders toll habe sie gefunden, dass unter den Veranstaltungsbesucherinnen alle Schichten und Altersklassen vertreten waren, 'vom ganz jungen Mädchen bis zu Frauen über 80', so Heike Heel. 'Wir wollten etwas für Einheimische tun und kein Touristenprogramm organisieren.' Da habe sich der März als Monat vor Beginn der Tourismussaison angeboten. Allerdings sprach sich die Aktion herum: Einzelne Handzettel mit dem Progamm fanden ihren Weg sogar bis nach Berlin. Auch von dort wären einige Frauen beim nächsten Mal gerne dabei. Ideen für die nächste Füssener Frauenwoche gibt es auf jeden Fall reichlich. So könnte beispielsweise dem Fahrrad- und Autopannenkurs ein Heimwerkerkurs folgen, bei dem frau ihre Scheu vor der Bohrmaschine ablegt.

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