Frauen sollen auf ihre Fähigkeiten vertrauen

Kaufbeuren (zel). - 'Im Glauben gestalten Frauen Zukunft'- unter diesem Motto veranstaltete die Pfarrgemeinde St. Martin gemeinsam mit evangelischen und katholischen Kaufbeurer Pfarreien am Freitag in der gut besuchten Martinskirche einen Gottesdienst zum Weltgebetstag. Musikalisch begleitet wurde der Abend von den 'Lepsog Singers', geleitet wurde der Gospelchor von Richard Waldmüller. Panama, die 'Landenge' zwischen Pazifik und Atlantik steht beim diesjährigen Weltgebetstag im Mittelpunkt. Einige Wochen hat sich das Vorbereitungsteam - etwa 20 Frauen um Andrea Hindelang - mit diesem kosmopolitischen und kontrastreichen Land, seiner Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auseinander gesetzt. Laut Hindelang eine wertvolle Erfahrung: 'Informiertes beten wird zu betendem Handeln', besagt schließlich ein Wahlspruch des Weltgebetstagkomitees. Vielfältig sei Panama, nicht nur was die Landschaft und Tierwelt betrifft, auch verschiedene ethnische Gruppen und Glaubensangehörige lebten in Panama zusammen. Nun liehen Frauen auf der ganzen Welt den Frauen dort ihre Stimme, um deren Gebeten, Ängsten, Freuden und Hoffnungen Gehör zu verschaffen: Dank sagen die panamaischen Frauen für ihr schönes Land, den Panamakanal als Wunder der Ingenieurkunst, für Frauen, die um notwendige Veränderungen in Staat, Kirche und Gesellschaft kämpfen, sie beten um Vergebung für die die menschliche Verschwendungssucht und für den Fehler, seinen wichtigen Einfluss auf die Gesellschaft als Frau manchmal nicht genügend wahrzunehmen. Seit 1945 dürfen Frauen in Panama wählen, erst seit 2002 dürfen sie eigenes Land erwerben. Dass es oft alles andere als müßig ist, für soziale und gesetzliche Neuerungen zu kämpfen, machten die Frauen an der biblischen Geschichte von Zelofhads Töchtern deutlich: Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza, fünf ganz verschiedene Frauentypen, sind die einzigen Nachfahren ihres Vaters. Verwaist und unverheiratet blicken sie bangend auf die bevorstehende Landverteilung, denn Frauen wurden dabei noch nicht berücksichtigt. Um den Namen der Sippe und damit die Ehre des verstorbenen Vaters zu bewahren, wagen sie sich als erste Frauen in der Geschichte des Volkes Israel zum Eingang des Offenbarungszelts, um Moses eine entsprechende Gesetzesänderung vorzuschlagen - und tatsächlich wird die Klausel, dass in solchen Fällen auch Frauen Land nehmend dürfen, für die Israeliten geltendes Recht.

Mut zum Risiko Mut zum Risiko, Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten, Solidarität in einer von Männern dominierten Welt, Einsatz für Gerechtigkeit, die auch den kommenden Generationen zugute kommen soll, dazu sollen sich Frauen auf der ganzen Welt von den fünf biblischen Vorbildern inspirieren lassen. Fairer Handel, das Ende von Unterdrückung, Ausbeutung und Diskriminierung, Ausbildung und Arbeit, Ökumene und das Priesteramt für Frauen gehören zu den angestrebten Veränderungen. Dies erfordere Mut, Ausdauer und auch Hartnäckigkeit, wie sie etwa Maria von Magdala zu eigen gewesen sei. 'Auch wir', hieß es 'sollen Glaubensbotinnen werden'. In allem Handeln solle die Liebe Christi erkennbar sein. 'Gottes Welt', gab Hindelang bei der abschließenden meditativen Betrachtung des Weltgebetstaglogos zu denken, 'in unserer Hand.' Die Weltgebetstagskerze überreichte die Organisatorin an Vertreterinnen der Gemeinde 'Heilige Familie'. Im kommenden Jahr wird diese Gemeinde Veranstaltungen zum Weltgebetstag, dann zum Thema Polen, ausrichten.

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