Fotos lassen Besucher staunen

Roßhaupten (pas). - 'Nicht zu glauben, was die Leute damals alles geschafft haben', wunderte sich ein junger Besucher vor den Bildern der Fotoausstellung '50 Jahre Forggensee' in Roßhaupten. Die Abbildungen der anspruchsvollen technische Einrichtungen, die Schufterei der Arbeiter, die große Lasten mit Seilen schleppten, oder die uralten Lkw, von denen nur wenige kurz nach dem Weltkrieg zur Verfügung standen, setzten viele Besucher bei der Eröffnungsveranstaltung immer wieder in Erstaunen. Bis zum 11. Juli läuft diese Fotoausstellung im Roßhauptener Dorfmuseum, im Pfannerhaus. Walter Altmannshofer, Werkleiter in der Staustufe 1 bei Roßhaupten, hat zusammen mit Dr. Hendrik Engelsing diese Ausstellung eingerichtet. Eine glückliche Kombination, die beiden. Einerseits: Altmannshofer technisch vorbelastet durch seinen Beruf. Andererseits: Dr. Engelsing, der mit einer Arbeit über die Wasserschwankungen im Forggensee promovierte.

Beeindruckende Aufnahmen Die Ausstellung beeindruckt. Nur wenige Bilder zeigen die Landschaft vor Baubeginn des Staudammes. 'Das soll der Foto-Ausstellung in Schwangau vorbehalten bleiben', meinte Altmannshofer: 'Denn die Schwangauer haben den meisten Grund und Boden durch den Aufstau des Forggensees verloren. Wir kümmern uns mehr um das für Roßhaupten Naheliegende: Den einmaligen Bau des Dammes, die neue Technik im Werk und um die damals größte Baustelle in Deutschland mit mehr als 1200 Beschäftigten.' Verblüffend die Eindrücke: Zerwühltes Gelände, Arbeit an den Steilwänden von Schluchten, riesige Stollen mit mehr als acht Metern Höhe, das Wirrwarr von Eisenarmierungen, Holzgerüste mit ameisengroß wirkenden Arbeitern darauf. Altmannshofer berichtete auch von der Angst mancher Einheimischen seinerzeit. Sie fürchteten um Sitte und Moral, weil so viele Menschen von auswärts ihre ruhigen Dörfer überfluteten. Ein Wunder fast, wie heute aus dieser geschundenen Umgebung eine Urlaubsregion geworden ist. Diese Umstellung von einer ärmlichen Landwirtschaft in eine begehrte Tourismusregion ist ohne Zweifel eine Folge des Forggensees. Damit verbunden ist immer noch das Entstehen von Biotopen entlang des gezähmten Lechs bis Augsburg, wies Bernhard Kalusa von der Werkleitung Landsberg der Eon Wasserkraft Gmb H hin.

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