Floriansjünger als Pfeiler der Sicherheit

Weinhausen(sei). - Die Weinhausener Bevölkerung und zahlreiche Gäste ließen am Wochenende trotz des schlechten Wetters die örtliche Feuerwehr hochleben. Das 110-jährige Bestehen der Wehr wurde mit einem bunten Abend, einem Gottesdienst und einem Festakt gefeiert. Die Festlichkeiten begannen mit dem Bieranstich am Samstagabend, den Jengens Bürgermeister Franz Hauck souverän meisterte. Der Rathauschef stieß mit dem Feuerwehr-Vorsitzendem Josef Dedler und Kommandant Karl Keller auf gutes Gelingen an. Wegen des Fußball-Länderspiels etwas später, aber trotzdem zahlreich kamen die Gäste zum Unterhaltungsabend in der Festhalle, zu der kurzerhand die Gerätehalle des Anwesens Fichtl umfunktioniert worden war. Für Stimmung sorgte der Musikverein Ketterschwang. Der Kirchzug am Sonntagmorgen musste wegen des strömenden Regens ausfallen. Doch Pfarrer Jakob Rohrmayr fand beim Festgottesdienst tröstenden Worte: 'Der Himmel weint Freudentränen.' Die Geschichte der Feuerwehr sei eine Geschichte der Hilfsbereitschaft, der Aufmerksamkeit und des Einsatzes für die anderen. 'Gott zur Ehr in dieser Eucharistiefeier und im täglichen Leben dem Nächsten zur Wehr. Wir brauchen den Schutz des Menschen', so der Geistliche. Vorsitzender Dedler begrüßte die vielen Gäste, darunter der Patenverein Weicht und die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften. Dass man heute das 110-jährige Bestehen feiern kann, verdanke man einer Schar von 'Männern unseres Ortes', die sich damals zusammengefunden hatten, um sich der Brandbekämpfung anzunehmen.

Inzwischen beschränkten sich die Einsätze schon lange nicht mehr auf die Brandbekämpfung. Die Einsätze mit technischer Hilfeleistung, beispielsweise bei Unfällen, stünden heute im Vordergrund. Nach wie vor setzten die Wehrmänner viel Zeit und im Ernstfall auch Leben und Gesundheit ein, um ihren Mitbürgern zu helfen - getreu dem Leitwort der Gründungsväter: 'Helfen in Not ist unser Gebot.' Auch Bürgermeister und Schirmherr Franz Hauck lobte das Engagement der 'Feuerwehrkameraden', die trotz des großen Freizeitangebotes in der heutigen Zeit Feuerwehrdienst leisteten und rund um die Uhr in Einsatzbereitschaft seien. Er freue sich, dass gerade auch die Jugend den Dienst bei der Feuerwehr als 'Ehrensache' betrachte. Landtagsabgeordnete Angelika Schorer nannte die Feuerwehren in ihrem Grußwort einen 'wesentlichen Eckpfeiler der Sicherheit'. Sie seien auch dann parat und im Einsatz, 'wenn andere längst Feierabend haben und ihre freie Zeit genießen'. Kreisbrandrat Martin Schafnitzel bezeichnete die Feuerwehren als Bürgerinitiative, die auch in Zukunft durch nichts und durch niemanden zu ersetzen sei. Das 110-jährige Jubiläum sei daher ein würdiger Anlass, auch einmal die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Arbeit und die Leistung der Feuerwehr zu lenken. Anschließend verliehen Kommandant Karl Keller und Bürgermeister Hauck die Ehrenmitgliedschaft an Mitglieder, die 25 Jahre aktiven Dienst geleistet und das 65. Lebensjahr vollendet haben. Landrat Johann Fleschhut wies darauf hin, dass viele Bestandteile in unseren Dörfern und Städten 'ganz eminent wichtig' seien und dazu gehörten die Jugend und die Feuerwehr. 'Die Größe eines Ortes darf keine Rolle spielen', so Fleschhut, und angesichts des Pioniergeistes, den die Weinhausener vor 110 Jahren mit der Gründung der Feuerwehr gezeigt hatten, sei der Ausdruck 'kleines Dorf' ein Kompliment. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes und die Unterhaltung beim anschließenden Frühschoppen übernahm die Musikkapelle Weicht. Nachmittags sorgte noch Alleinunterhalter Daniel Huber für Stimmung und die Landjugend bot für die Kinder ein besonderes Programm.

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