Westallgäu
Flaggschiff mit neuem Namen

Die Bretter sind bereits gewachst, die Renntermine stehen und Frau Holle hat ihre Arbeit längst aufgenommen. Nun fiebern die alpinen Skifahrer im Sportkreis Lindau dem Beginn der Wintersaison 2010 entgegen. Los gehts am 3. Januar im Kreiscup mit dem Auftaktrennen des ESV Lindau.

Während das Grundkonzept auf bewährte Zutaten zurückgreift, hat das «Flaggschiff Kreiscup» einen neuen Namen erhalten: Die insgesamt achtteilige Rennserie heißt nun familybild.de-Kreiscup und ist benannt nach einem Internetportal, das zur Lindenberger Firma Allcop gehört. Alle Startnummern und Torflaggen, durch die die Skistars von morgen fahren werden, tragen das Logo des neuen Sponsors, der «eine relativ große Summe gesetzt hat», wie es Roland Berger ausdrückt. Der langjährige Beauftrage des Sportkreises Lindau für Ski alpin meint damit jene 6000 Euro, die das Unternehmen für die Förderung des Skisports in den nächsten zwei Jahren bereitstellt.

Das Geld fließt allerdings nicht nur in die Rennserie, die auch heuer wieder in den «kleinen Kreiscup» (vier Rennen für die Kinder der Jahrgänge 1999 bis 2002) und den «großen Kreicup» (vier Rennen für Schüler, Jugend und Erwachsene) unterteilt ist. Unterstützt werden dadurch auch die Trainingsgruppen, die es seit einiger Zeit in der Region gibt und die nach Einschätzung Bergers maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der alpine Skisport boomt. «Es sind mehr Starter geworden. Vor fünf, sechs Jahren waren es im Schnitt 110 bis 120 pro Rennen. Mittlerweile sind wir bei 160 bis 170 angekommen», freut sich Berger. Er hat noch eine weitere Erklärung dafür: «Alle Vereine ziehen an einem Strang. Das funktioniert im Sportkreis super. Alle sind engagiert und motiviert.

» Durch diese vereinsübergreifende Zusammenarbeit sei es auch möglich, überregional bedeutsame Rennen wie den Creaton-Cup oder den Lena-Weiß-Cup hierher zu holen - und somit dem eigenen Nachwuchs eine zusätzliche Perspektive und sportliche Herausforderung direkt vor der Haustür zu bieten.

Diese ergibt sich auch durch den Förderkader des Sportkreises, in dem die besten Nachwuchstalente der Jahrgänge 1999 bis 2001 zweimal pro Woche extra trainieren. Zehn Fahrer sind es, 16 bis 17 sollen es werden. «Nach den ersten Rennen machen wir eine Sichtung», verrät Berger das Konzept der Nachwuchsgruppe um Trainer Sepp Herz (Steibis).

Wer zu alt für den Förderkader wird, der rückt in das Regionalteam Westallgäu auf. Hier sind in zwei Leistungsgruppen die Hoffnungsträger bis zum Juniorenalter (Jahrgang 1990 und älter) gebündelt, die bereits auf überregionaler Ebene für Furore sorgen wollen wie zum Beispiel Philipp Boch (SC Lindenberg) Kevin Berger (TSV Niederstaufen), Magnus Doll (SC Oberstaufen) oder die aus Hergatz stammenden Geschwister Ann-Cathrin und Valentina Schmalzl (RG Weiler-Simmerberg). Ihnen traut Berger auch in diesem Winter einiges zu. Verantwortlich für das Regionalteam, das vor allem in Thalkirchdorf und Steibis trainiert, sind die beiden Gestratzer Herbert Hörburger und Oliver «Beefy» Schmid, die seit Jahren erfolgreiche Arbeit leisten.

Berger selbst hat vor allem zwei große Wünsche für die Saison 2010: «Alle Rennen sollen unfallfrei verlaufen und ich hoffe, dass wir genügend Schnee haben, um jedes Rennen wie geplant durchziehen zu können.» Denn sonst drohen Überschneidungen im eh schon stark ausgebuchten Rennkalender.

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