Kaufbeuren
Feuerwerk an Akrobatik und Nonsens

Ein in mehrfacher Hinsicht buntes Programm bot Aufbruch-Umbruch zu seinem 25-jährigen Bestehen. Im voll besetzten Stadtsaal gab es herausragende Tanzvorführungen, tolle Akrobatik und Illusionen, fetzige Musik sowie einige herrlich komische Nummern. Dazu gesellten sich aber auch ein paar eher laue Sketche. Das Premieren-Publikum quittierte die Darbietungen entsprechend mal mit begeisterten Pfiffen und stürmischem Beifall, mal mit verhaltenem oder gar keinem Applaus.

Das erste Glanzlicht lieferten die Wertachgarde-Minis mit ihrer ausgesprochen reifen Leistung, die dem perfekten Tanz der großen Gardemädchen kaum nachstand. Begeisterte Pfiffe ertanzten sich «Dance or Die» sowie «Boombasstic». Im Programm waren sie völlig zu Recht als «Getanzte Perfektion» angekündigt. Nicht nur höchst witzig, sondern auch toll präsentiert war der fast akrobatische Auftritt der «Buronia Dreamboys». In ihrem heißen Work-out-Oufit brachten die Jungs den Saal zum Toben.

Hebefiguren und Augenballett

Faszinierende Körperbeherrschung, Kraft und Anmut zeigten die «Erostischen Damen» (plus ein Herr) von Anam Cara. Kein Wunder, dass sie für jede einzelne ihrer Hebefiguren stürmischen Applaus erhielten. Später lieferte Anam Cara noch ein «Augenballett» und Jonglieren unter Schwarzlicht ab.

Eine fast professionelle Illusionsnummer zeigte Albert Weiß als «Mann mit zwei Gesichtern».

Herrlichen Nonsens bot Aufbruch-Umbruch mit dem Abstecher zum «Rummelplatz» und in die «Welt der Oper». Viel Gelächter erntete zudem die zänkische «Gattin» in «Der Opernbesuch». Als «Faschingsprinzessin» gab sie zudem mit dem Prinzengemahl Englischunterricht nach dem Motto «Till after fire place» (bis nachherd).

Natürlich nahm Aufbruch-Umbruch auch lokale Ereignisse auf die Schippe. So ging es in zwei etwas lang geratenen Sketchen um den geplanten Umbau des Neuen Markts in Neugablonz oder den Zustand des Kaufbeurer Bahnhofs. Die herrlich grantelnde Christa Becker-Hansen fand ausgefallene Lösungen für das schwer erreichbare Klo im Stadttheater und das Pflaster im Rosenthal.

Und natürlich war auch die Christus-Statue immer wieder Thema, so etwa beim «Interview», das nicht zuletzt wegen des genialen «Gebärdensprache-Übersetzers» sehr gut ankam. Beim «Bierverkäufer» gingen die Spitzen gegen Oberbürgermeister Stefan Bosse allerdings so unter die Gürtellinie, dass ein Großteil der Zuschauer auf den Applaus verzichtete.

Wie schon 1992 sangen die AU-Gstanzler den Politikern auf kommunaler, Landkreis- und Bundestagsebene die Leviten. Zurück zu den Wurzeln ging es auch beim Wiedersehen mit den «AU-Schürzenjägern». Nicht fehlen durfte natürlich Othmar Tibery, der sich im Gablonzer Dialekt mit Multitasking und selektiver Schwerhörigkeit bei Männern befasste.

Für den reibungslosen Ablauf des fast vierstündigen Programms sorgten ein großes Team unter Leitung der Saalchefs Günther Seydel und Achim Meirich sowie der Regisseure Karl Köberle und Julia Peukert. Sonderseite

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