Kempten
Feuerwehr kämpft an vielen Fronten

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An etlichen Fronten kämpft derzeit die Kemptener Feuerwehr: Die neue Planung sieht größeren Personaleinsatz am Wochenende vor, für die Fitness der Einsatzkräfte muss etwas getan werden, das Ehrenamt braucht Nachwuchs und der Fuhrpark dringend modernen Ersatz. Obendrein wird demnächst die Integrierte Leitstelle in Betrieb genommen. Das alles schlägt sich letztlich in höheren Kosten nieder, wurde im Finanzausschuss deutlich.

Die angestrebte Reduzierung des Budgets um zehn Prozent habe man durchaus ernst genommen, sagte Amtsleiter Stephan Rudolph. In die Parade gefahren sei den Verantwortlichen indes die mittlerweile verabschiedete Feuerwehrbedarfsplanung. Die sieht zum Beispiel die Einführung einer Wochenend- und Feiertagsbereitschaft vor. 100000 Euro müssen dafür im kommenden Jahr aufgebracht werden. «Das ist die Minimallösung», betonte Rudolph, «die Regierung hätte gern mehr.» Mit hauptamtlichen Kräften müsste man gar mit 350000 Euro pro Jahr kalkulieren.

Da es aber erklärtes Ziel ist, in Kempten den Brandschutz ohne Berufsfeuerwehr zu gewährleisten, wird das Ehrenamt in verschiedener Weise gefördert: Eine professionelle Imagekampagne soll helfen, zusätzliche Mitglieder zu gewinnen. 20000 Euro sieht der Haushalt dafür vor.

Genauso hoch ist die Summe, die für ein Fitnessprogramm ausgegeben wird. Der praktische Hintergrund ist der, dass es immer weniger Atemschutzträger gibt - weil so manchem zu schnell die Puste ausgeht. Angeregt wurde, dass die Wehrleute Kraft und Ausdauer bei den Kemptener Sportvereinen trainieren sollten.

Neue Fahrzeuge auf der Liste

65000 Euro sind fällig für ein neues Mehrzweckfahrzeug, das im nächsten Jahr in Betrieb gehen soll. Voraussichtlich 2011 könnten zwei neue Löschfahrzeuge auf den Feuerwehrhof rollen. Der Stückpreis liegt bei rund 300000 Euro. Bestellt werden die Spezialanfertigungen nächstes Jahr, die Lieferzeit betrage oft ein Dreivierteljahr.

Rund 80000 Einsätze pro Jahr wird Amtsleiter Rudolph zufolge die Integrierte Leitstelle abwickeln. «Der Großteil hängt mit Menschenleben zusammen», machte er die Bedeutung der neuen Zentrale deutlich. Dort werden sämtliche Notrufe des gesamten Allgäus mit Ausnahme des Landkreises Unterallgäu und Memmingen koordiniert. Den Großteil der laufenden Kosten tragen die Krankenkassen sowie die Mitglieder des Rettungszweckverbands.

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