Asyl-Unterkünfte
Festsaal bleibt Schlafsaal: Weiterhin wohnen Flüchtlinge im Kemptener Klecks

Erst waren es 14 Männer, jetzt sind es 30 – und sie werden bleiben: Die Festhalle des früheren Gasthauses Klecks wird (entgegen der ursprünglichen Pläne) weiterhin als Flüchtlingsherberge genutzt. Wie lange, vermag derzeit niemand zu sagen. Fest steht dagegen: Ohne die Nachbarschaftshilfe überall in Kempten wäre die Lage längst prekär.

Hunderte Bürger fangen auf, was der Staat nicht leistet – und auch nicht bezahlt. Rund 450 Flüchtlinge wohnen derzeit in Kempten, Tendenz steigend. Damit sie nicht nur ein Dach über dem Kopf haben und etwas zu essen, sondern auch im Kemptener Alltag zurecht kommen und ihre Rechte wahrnehmen können, bräuchte es eigentlich vier Vollzeit-Asylsozialberater, sagt Kemptens Sozialreferent Benedikt Mayer. Fakt ist aber: Es gibt nur eineinhalb Stellen, mehr bezahle der Freistaat nicht. Das Gesetz verbiete der Stadt sogar, aus eigener Tasche die Lücke auszugleichen. Nur ein Ausschnitt, der zeigt, wie groß die Probleme beim Thema Flüchtlinge tatsächlich sind.

Wie geht es bei der Flüchtlingsunterbringung in Kempten weiter? Dies ist nur eines von mehreren Themen in der Kemptener Ausgabe der Allgäuer Zeitung. Diese steht am Wochenende ganz im Zeichen von Einwanderung und Asyl. Denn Kempten ist VIELE, stammen die 65.000 Menschen der ältesten Stadt Deutschlands doch aus weit über 100 Nationen. Schon seit der Römerzeit gibt es Einwanderung, im Mittelalter florierte der Handel und Austausch mit Italien, in den 1960er Jahren kamen hunderte Menschen aus Italien und der Türkei, um in den Textilfabriken und Webereien entlang der Iller zu arbeiten.

Wer sind die, die zu uns kamen und blieben? Wie haben sie die Wirtschaft und das Leben geprägt? Wo sind ihre Spuren sichtbar – und wo liegen bis heute die Herausforderungen und ihre Probleme? Quer durch den gesamten Lokalteil zieht sich unsere Bilderstrecke mit Gesichtern der Einwanderung. Mehrere Berichte in der Samstagsausgabe am 13.06.2015 beleuchten das Thema Migration.

Zusätzlich haben wir online ein Quiz angelegt mit interessanten Fragen, deren Antworten vielleicht für den einen oder anderen "Aha!"-Effekt sorgen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 13.06.2015.

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