Festlicher Rahmen für 50. Geburtstag

Memmingen (gw). - Ein passenderes Ambiente als den restaurierten Kreuzherrnsaal hätte sich die Memminger Wohnungsbau e G für ihren Festakt zum 50-jährigen Bestehen nicht aussuchen können. Schließlich hat auch sie dazu beigetragen, dass das Areal des ehemaligen Klosters wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Erlaucht war der Kreis derer, die zur Feier geladen und gekommen waren. Gerade die Me Wo sei es, die das Bild Memmingens in den letzten fünf Jahrzehnten wesentlich geprägt habe, hieß es allseits. Vorstandsvorsitzender Rudolf Jurczok freute sich über die vielen Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und dem kulturellen Bereich. Als man sich 1953 zusammengefunden habe, hätte niemand ahnen können, dass aus dem zarten Pflänzchen Me Wo einmal ein stattlicher Baum werden würde. Mit umgerechnet 34000 Euro Startkapital sei der Anfang mehr als bescheiden gewesen. Heute verfüge die Genossenschaft über 2500 Mietwohnungen, 3198 Mitglieder und 30 Millionen Euro Rücklagen. 'Wenn es heute ausreichend Wohnungen zu vernünftigen Mietpreisen in Memmingen gibt, dann ist das ein Verdienst der Me Wo', so Jurczok.

Ein wesentlicher Beitrag Das vielfältige Engagement der Genossenschaft sei an zahllosen Stellen in der Stadt sichtbar. Ein Beispiel sei die 'Alte Post', deren Verfall gedroht habe. Ihre Sanierung sei ein wesentlicher Beitrag zur Belebung der Altstadt. Die Me Wo wolle sie der Stadt als Kunsthalle kostenlos zur Verfügung stellen. Jurczok hoffte, dass auch die Kritiker ihre Zustimmung dazu geben könnten, wenn sie die Gesamtsituation entsprechend würdigen würden. Des Vorsitzenden Dank ging an all diejenigen, welche die Aktivitäten der Genossenschaft bisher unterstützt haben; insbesondere an die Mitarbeiter, 'ohne deren Engagement die Leistungen der Me Wo nicht möglich gewesen wären'. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger erinnerte an die Zeit des Wiederaufbaus. Die Me Wo sei gegründet worden, um den vielen Wohnungssuchenden nach dem Krieg eine Heimstatt geben zu können. Sie sei auch heute wichtig. Einerseits, weil Memmingen bezüglich der Bevölkerungszunahme in der Kernstadt prozentual mit an der Spitze in der Bundesrepublik liege. Andererseits, weil die Me Wo die Realisierung von Objekten ermögliche, die von der Stadt allein nicht bewältigt werden könnten. Auch Regierungspräsident Ludwig Schmid erinnerte an die 'unvorstellbare Wohnungsnot nach dem Krieg'. Es sei eine gigantische Aufgabe gewesen, ihr zu begegnen. Heute gelte es, sich den Anforderungen der Zeit und der sich ändernden Bevölkerungsstruktur zu stellen. Die Me Wo habe diesen Weg beispielsweise mit ihrem Wohnpark und mit dem im Bau befindlichen Pflegeheim an der Badgasse schon ein Stück weit beschritten. Heinz-Werner Götz, Direktor des bayerischen Verbandes der Wohnungsbaugenossenschaften, ging in seinem Vortrag auf Aufgaben, Rechtsform und Arbeit seiner Klientel ein. Die Me Wo sei Beispiel gebend dafür, wie eine Genossenschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Heimatpolitik betreiben könne. Die Einleitung zum festlichen Geschehen oblag der Pianistin Julia Rinderle. Weitere musikalische Höhepunkte bot zwischen den Reden das Trio 'B-Dur'.

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