Igling
Fester Finanzrahmen und zwei Architekten

Die Planungen für ein Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Igling sind so konkret wie noch nie. In einer Sondersitzung im Pfarrsaal beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, die beiden Architekturbüros Spring & Weiland und Schenk & Lang - beide hatten bereits Vorschläge für ein im Umgriff des Feuerwehrhauses gelegenes DGH erarbeitet und präsentiert (wir berichteten) - mit weiteren Planungen zu beauftragen. Die Experten sollen demnach die Wünsche der Projektgruppe und die Bedürfnisse der Vereine umsetzen. Voraussetzung: Die Gesamtkosten für die Gemeinde belaufen sich maximal auf eine Million Euro.

Diesem Beschluss waren eine rund zweistündige, emotionale Diskussion und ein Vortrag von Kämmerer Otto Lichtblau zur Entwicklung der Gemeindefinanzen vorausgegangen. Letzteres Thema rückte in den Fokus, da vielen Ratsmitgliedern der Kostensprung in den vergangenen Monaten ein Dorn im Auge war.

Bürgermeisterin Christl Weinmüller bezifferte die Gesamtkosten auf bis zu 1,4 Millionen Euro und informierte zugleich über einen zugesicherten Zuschuss der Dorferneuerung in Höhe von 100000 Euro. Wie sehr das Thema Dorfgemeinschaftshaus in den vergangenen Wochen und Monaten innerhalb der Bevölkerung polarisiert habe, führte Rat Thomas Höfler ins Feld.

Bei gewissen Vereinen wie Schlossschützen oder Theaterverein sah er Bedarf, «aber diese Belastung allen zuzumuten, ist fraglich», kritisierte er eine steigende Pro-Kopf-Verschuldung beim Bau des DGH und stellte die Eigenbeteiligung infrage.

Laut Bürgermeisterin sei «der richtige Zeitpunkt jetzt da», da man sich seit mehr als 15 Jahren mit der Thematik befasse. «Wenn die Schlossschützen eine eigene Lösung anstreben, dann ist der Neubau vom Tisch.» Zur Finanzierung des Vorhabens schlug sie die Ausweisung eines weiteren Baugebiets vor. «Wir haben eine attraktive geografische Lage dafür.»

Peter Blattner kritisierte ebenfalls den fehlenden Rückhalt der Vereine und die geringe Akzeptanz seitens der Bürger für ein DGH. Weiterer Knackpunkt für ihn: die Finanzen. Als eifrige Verfechter des DGH präsentierten sich Zweiter Bürgermeister Günter Först und Thomas Ziegler. «Wir hatten schon mal eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung und haben alles wieder getilgt. Jetzt aufzuhören und nicht weiterzudenken, wäre keine gute Lösung», so Först.

Kritik gab es, als Bürgermeisterin Christl Weinmüller wie in der Tagesordnung vorgesehen über die beiden Varianten der Planer abstimmen lassen wollte. Schließlich einigte man sich auf den Kompromiss, beide Planer zu berücksichtigen.

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