Fendt: Zeichen für Expansion stehen gut

Marktoberdorf/München | rel | Ein Jahr kräftigen Wachstums liegt hinter AGCO, ein ebenfalls eindrucksvolles Wachstum erwartet das US-Unternehmen für 2008: Dies wurde gestern bei der Pressekonferenz des international agierenden Landmaschinenkonzerns in München deutlich. Das gilt jedoch nicht nur für AGCO, sondern im besonderen Maße auch für die Konzerntochter Fendt. Der Marktoberdorfer Hersteller von Hightech-Traktoren steuerte 2007 knapp ein Viertel zum AGCO-Gesamtumsatz von 6,4 Milliarden US-Dollar bei. Und Fendt will noch deutlich zulegen. Eine Ausweitung der Produktion um rund 50 Prozent werde derzeit 'in aller Intensität diskutiert', sagte Hermann Merschroth, Sprecher der Fendt-Spitze (wir berichteten bereits über die Überlegungen). Eine Entscheidung steht zwar noch aus - auch zum Standort des neuen Werkes. Aber die Zeichen scheinen nicht schlecht zu stehen für eine Expansion in Marktoberdorf. Jedenfalls hat man hier schon ganz konkret Erweiterungsflächen im Blick.

Sollten sich die Spitzen von AGCO und Fendt für eine Produktionserhöhung auf 20 000 Schlepper (etwa im Jahr 2012) entscheiden, und zwar am Stammsitz Marktoberdorf, soll das dortige Betriebsgelände im nordwestlichen Bereich ausdehnt werden. Dort liegt allerdings der neue Sportplatz von Türk Spor. Laut Merschroth unternimmt die Stadt Marktoberdorf alles, um hier bald zu einer Lösung zu kommen. Jedenfalls ist er sehr zuversichtlich, am gewünschten Ort auch bauen zu können. Wohin Türk Spor dann umziehen könnte, darüber werden schon intensive Gespräche geführt. Merschroth betonte aber auch, Voraussetzung für eine solche Investitionsei, dass die steigende Nachfrage nach Fendt-Traktoren nachhaltig gesichert ist. Zumindest die derzeitigen Rahmenbedingungen - dazu zählen steigende Einkommen der Landwirte, verstärkte Nachfrage nach Lebensmitteln und Bioenergie, zunehmende Weltbevölkerung, neue Märkte - lassen seiner Ansicht nach den Schluss zu, dass die Pläne 'absolut realisierbar'seien.

70 Millionen Euro für Investitionen bei Fendt

Vor ihm hatte auch schon AGCO-Präsident Martin Richenhagen ein sehr optimistisches Bild der Marktentwicklungen gezeichnet. In diesem Zusammenhang stellte er auch die hohen Investitionen von AGCO heraus. So gab der Konzern letztes Jahr für Forschung und Entwicklung 107 Millionen Euro aus. Davon flossen 31,3 Millionen an Fendt, die Premium-Marke im Konzern, wie Richenhagen gestern immer wieder lobte. Darüber hinaus machte AGCO für Fendt noch 37 Millionen Euro locker für neue Gebäude, Anlagen und Maschinen. In diesem Jahr sollen sich die Investitionen in Marktoberdorf und Bäumenheim auf insgesamt gut 70 Millionen Euro belaufen, kündigte Merschroth im Gespräch mit unserer Zeitung an

Im laufenden Jahr will Fendt die Produktion um knapp 1700 auf 15 000 Schlepper steigern, so der Sprecher der Geschäftsführung weiter. Dafür sollen in Marktoberdorf und Bäumenheim voraussichtlich insgesamt noch etwa 200 Mitarbeiter eingestellt werden.» Wirtschaft

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