Felsenhotel weckt skeptische Stimmen

Burgberg (vk). Die Veränderungssperre für den Bereich Weinberg am Grünten-Steinbruch wird um ein Jahr auf insgesamt vier Jahre verlängert. Dies beschloss jetzt der Gemeinderat Burgberg mit einer Gegenstimme. Damit gewinnt die Gemeinde Zeit, um für das dort geplante Felsenhotel weitere Gutachten einzuholen und die Bürger angemessen an den Überlegungen zu beteiligen.

Zuvor hatten die Gemeinderäte lebhaft über die Vorstellungen des Augsburger Experten Ossi Aalto diskutiert, der nach der Verabschiedung eines Grobkonzeptes vor etwa einem Monat jetzt mit einer detailreichen Planung aufwartete. Demnach sollen vor dem Hotel großzügige Grünflächen angelegt werden, die für Freizeitsportarten wie Klettern oder Mountainbiking gedacht sind. Den Bau eines Amphitheaters dagegen lehnte Aalto wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung ab. Geplant ist ferner ein kleiner See, der auch zum Baden geeignet sein soll. Wanderwege sollen über das Gelände und über die begrünten Flachdächer des Hotels führen, an der Zufahrt von der Staatsstraße ist ein öffentlicher Parkplatz vorgesehen. Um das Hotel, wie vom Rat gewünscht, in den Fels zu integrieren, müssten allerdings rund 200000 Kubikmeter Gestein abgebaut werden, so Aalto. Ein Brocken, an dem einige Gemeindevertreter zu schlucken hatten - in den ersten Planungen war noch von 90000 Kubikmetern die Rede gewesen. Sorgen bereitete einigen Kommunalpolitikern auch die Tatsache, dass der Bebauungsplan stark auf das Hotel zugeschnitten ist. Was ist, wenn sich das nicht verwirklichen lässt?, fragte Ludwig Müller (Freie Wähler). Je länger er die Diskussion verfolge, desto unrealistischer erscheine ihm der Plan: Für ihn sei das Hotel in der Landschaft unvorstellbar. Sein Fraktionskollege Alfons Kögel sorgte sich, dass wir uns ein wenig in das Projekt verrennen, Peter Ullmann (SPD) äußerte Befürchtungen, dass die Gemeinde mit dem Plan total daneben liegen könnte und sich kein Investor findet. Daraufhin ließ Bürgermeister Dieter Fischer durchblicken, dass es schon erste Anfragen gebe. Und für die Interessenten müsse der Plan schon ein bisschen konkretisiert werden. Heike Zeller (CSU) plagte die Vorstellung einer Bauruine, wenn ein Investor pleite ginge, woraufhin Ossi Aalto zwar ein gewisses Risiko einräumte, gleichzeitig aber auf seine jahrelangen Erfahrungen in Projektplanungen verwies.

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