Allgäu
«Faustball ist mein Leben»

MM-Amendingen/Rot. a. d. Rot Sie standen ganz dicht vor dem Aufstieg in die 1. Faustball-Bundesliga, die Frauen des SV Amendingen, doch dann wurden sie kurz vor dem Ziel vom TV Vaihingen/Enz abgefangen. Nach der Niederlage gegen Tabellenführer TV Obernhausen hat sich unser Redaktionsmitglied Markus Brändle noch in der Halle in Rot a. d. Rot mit SVA-Spielertrainerin Katharina Friedrich unterhalten. Die 25-Jährige - vor vier Jahren in der U21-Nationalmannschaft aktiv - ist auch die Hauptangreiferin im Team.

Katharina Friedrich, wieso hats nicht geklappt, obwohl Ihr gegen den Tabellenführer im vierten Satz schon knapp vor dem Erfolg standet?

Katharina Friedrich: Die Voraussetzungen waren nicht so gut, weil mit Cathrin Pöhlmann und Stephanie Lira zwei Stammspielerinnnen abgesagt hatten. Grad Stephanie Lira hat uns in einigen Situationen schon sehr gefehlt. Im vierten Satz sind wir noch einmal richtig gut rangekommen, dann war es Pech oder Nervosität, dass wirs nicht ganz geschafft haben. Mit dem Spiel ansonsten war ich zufrieden.

Hätte Vaihingen/Enz freiwillig auf den Aufstieg verzichtet, wie zunächst gemutmaßt wurde, wäre für Amendingen doch noch ein Platz im Faustball-Oberhaus frei geworden

Friedrich: Das wäre schön gewesen, aber bei uns hätte sich für diesen Fall sowieso einiges ändern müssen. Die Trainingsbeteiligung war zuletzt schlecht. Im Falle eines Aufstiegs in die erste Liga müsste zusätzliches Training her.

Ist der Unterschied zwischen erster und zweiter Bundesliga im Faustball so groß?

Friedrich: Ja, es ist ein gewaltiger Unterschied. Wenn wir in der 1. Liga mithalten wollen, müssen wir mehr tun. Wir wollen dort ja nicht abgeschossen werden.

Was müsste sich noch ändern, sollte der SVA irgendwann wieder in die erste Liga aufsteigen?

Friedrich: Wir bräuchten wieder einen richtigen Trainer. Im Spiel ist es wichtig, dass jemand von außen was sagt. Aber es ist schwierig, jemanden für dieses Amt zu gewinnen.

Mit Horst Schoisengeyer hattet Ihr doch in den vergangenen drei Jahren einen Trainer. Warum hat er aufgehört?

Friedrich: Er hat hauptsächlich private Gründe dafür geltend gemacht. Die Zusammenarbeit mit ihm war über die ganze Zeit hervorragend. Wir fanden es sehr schade, dass er uns verlassen hat.

Was fasziniert Sie am Faustballsport?

Friedrich: Faustball ist mein Leben. Ein Wochenende ohne Faustball geht nicht. Das Tolle daran ist, dass es eine Mannschaftssportart ist mit geringer Verletzungsgefahr. Auch ist die Kameradschaft unter den Mannschaften im Faustball ausgesprochen gut. Man hockt nach den Spielen zusammen. Das erlebe ich in anderen Sportarten anders.

Wie kamen Sie zum Faustball?

Friedrich: In der Schule hat man Werbung dafür gemacht. Und mein Bruder hat auch schon gespielt.

Ist es schwer, Nachwuchs zu gewinnen?

Friedrich: Wir suchen Nachwuchs. An der Amendinger Schule beispielsweise übernehmen wir sogar einzelne Sportstunden.

Wie geht es weiter, nachdem klar ist, dass Vaihingen den Aufstiegsplatz wahrnimmt?

Friedrich: Klar, wir sind erstmal enttäuscht. Aber wir hoffen jetzt auf eine gute neue Zweitliga-Saison. Und wir hoffen, dass Annika Ferk nach ihrer Babypause zurückkommt.

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