Kempten
Faschingstrends: Von Hippie bis Horst Schlämmer

Cowboy oder Astronaut? Prinzessin oder doch lieber Hexe? So mancher überlegt noch, welche Identität er sich während der Faschingszeit zulegen soll. An Auswahlmöglichkeiten mangelt es jedenfalls nicht. In Regalen der Geschäfte türmen sich Kostüme und Perücken. Die Allgäuer Zeitung hat den Narren in die Einkaufstüten geschaut, um herauszufinden, welche Verkleidungen heuer gefragt sind.

«Wir kaufen kein komplettes Kostüm», erzählen Bianca Ruepp und Karin Dolnitzki. Die beiden 21-Jährigen stellen sich ihre Verkleidung aus verschiedenen Teilen zusammen. Als vier «Kätzchen» wollen sie und zwei Freundinnen sich heuer auf den Bällen sehen lassen. Einen Rock im Leopardenmuster und ein passendes Oberteil haben sie bereits. Jetzt besorgen die beiden noch Katzenohren aus Plüsch. Mehr als jeweils 25 Euro möchten sie aber nicht für ein Kostüm ausgeben. «Wir wollen ja jedes Jahr was anderes machen», erläutert Ruepp. Ein besonderer Renner in der noch jungen Faschingssaison sind Hippie-Kostüme, meint Galeria-Abteilungsleiter Carsten Simon.

Die Klassiker

Bei den Kindern dagegen sind wie alle Jahre wieder die Klassiker gefragt: Mädchen gehen besonders gerne als Prinzessinnen und Jungs geben am liebsten Cowboys, Feuerwehrmänner oder Polizisten. Und in welche Rolle stürzt sich Faschingsprofi Simon ins Getümmel? Eventuell als Kanzleramts-Anwärter Horst Schlämmer, meint er. Denn die Figur des Komikers Hape Kerkelings gefällt ihm besonders gut. «Noch gar keine Ahnung» mit welcher Verkleidung sie beim Fasching die Blicke auf sich ziehen will, hat dagegen Tanja Jäger aus Betzigau. Sie kauft sich jedes Jahr ein anderes Kostüm, das bis zu 50 Euro kosten darf. Die 19-Jährige sieht sich zwar bereits um, für ein Thema entscheiden wird sie sich aber erst gemeinsam mit ihren Freunden.

Gleich nach Weihnachten kamen heuer in vielen Geschäften Kostüme und Accessoires für die fünfte Jahreszeit in die Regale. «Als Erstes kaufen vor allem die Faschingsgruppen ein», erzählt Müller-Abteilungsleiterin Margarete Eberhardt-Heberle. Aber auch Familien würden nach Heiligabend nicht lange fackeln und sich für das närrische Treiben eindecken. Einen Trend zu bestimmten Themen sieht sie bisher nicht. Aber ihr ist aufgefallen, dass Frauen sich aufwendiger verkleiden als Männer. «Sie gehen mehr ins Detail und geben daher oft mehr Geld aus», berichtet sie.

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