Familienwallfahrt erfreut sich steigender Beliebtheit

Stöttwang (az). - Aus einer Idee, die zunächst im privaten Kreis von vier Familien entstanden ist, nämlich mit den Kindern eine kleine Wallfahrt von Stöttwang zur Wies zu machen, ist nach vier Jahren ein richtiger Renner mit ständigem Zuwachs geworden. Klaus Zehetbauer aus Stöttwang, der die Idee damals geboren hat, ist selbst passionierter Wallfahrer und nimmt immer wieder auch an großen Wallfahrten nach Altötting oder in die Schweiz teil. 'Ich wollte diese Gruppenerlebnisse und die religiöse Erfahrung, die man in einer Wallfahrt erleben kann, auch den Kindern vermitteln. Dass daraus ein Angebot der Pfarrei werden könnte, das so viel Freunde findet, hätte ich nicht gedacht', so Zehetbauer. An der ersten Wallfahrt waren vier Familien mit etwa 20 Personen beteiligt, dieses Jahr haben sich 20 Familien und insgesamt 80 Personen beteiligt. Davon waren 60 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 16 Jahren. Die Wallfahrt 2004 ging von Reichenbach über Geblatsried, Rettenbach, Kinberg und Urspring nach Steingaden. Von dort ging es zum Gottesdienst zur Wieskirche. Übernachtet wurde im Zeltlager in Steingaden. 'Vielleicht ist es diese Mischung von Abenteuer und Gruppenerlebnis, die den Zugang zu den Jugendlichen ermöglicht. Denn es ist schon ein außergewöhnlicher Erfolg, Jugendliche zwischen 13 und 16 für eine kirchliche Veranstaltung oder gar einer Wallfahrt zu begeistern', meint Brigitte Regler, die zusammen mit Claudia Tichy für die inhaltliche Gestaltung der kleinen Gebets- und Meditationseinheiten, die während der Fußmärsche oder bei kurzen Stopps abgehalten wurden, zuständig ist.

'Im Übrigen versuchen wir natürlich die ganze Wallfahrt so familiengerecht wie möglich zu gestalten. Wir ziehen kleine Fahrradanhänger oder Leiterwägelchen für's Gepäck mit und da können sich die Kleinsten schon mal über eine gewisse Strecke ziehen lassen. Einen Badestopp in Rettenbach und am Lechstausee hat's auch gegeben' ergänzt Tichy. Neben dem Einzug in die Wieskirche, bei dem Wiespfarrer Kirchmaier alle Glocken läuten lässt, was immer der krönende Abschluss der Wallfahrt ist, gab es diesmal noch einen weiteren hinzu. Im Anschluss an die Messe wurde der fünfjährige Jonathan getauft. Seine Eltern Zenta und Franz Karg hatten bei der Wallfahrt im vergangenen Jahr spontan entschieden, Jonathan dieses Jahr taufen zu lassen. 'Wir haben lange nach dem richtigen Zeitpunkt gesucht und irgendwie war uns beiden klar, in dieser Gemeinschaft wollen wir Joni taufen lassen', sagt die Mutter. Zitat Dieses Prinzip, dass das Ganze als Gemeinschaftsleistung und nicht als gebuchte Veranstaltung erlebt wird, wollen wir beibehalten, dann hat auch der Herrgott seine Freude daran.} Klaus Zehetbauer, Vater der Familienwallfahrt Und so war es dann auch. Die Wallfahrer waren alle dabei und Joni hat's sichtlich genossen. 'Bei der Taufe von Joni dabei zu sein war eine tolle Belohnung nach diesen drei anstrengenden aber wunderschönen Tagen', so sieht es jedenfalls der zehnjährige Klaus. Die Planungen für nächstes Jahr laufen schon beim Familienkreis von Stöttwang und neue Teilnehmer haben sich nach den Berichten der Heimkehrer auch schon angekündigt. Klaus Zehetbauer hofft darauf, dass auch bei steigender Teilnehmerzahl die Organisation über die ehrenamtliche Mithilfe aller beteiligten Familien möglich ist.

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