Pfronten
Falcons ziehen Reißleine: Hayse muss Sachen packen

Drei Stunden hat die Krisensitzung von Vorstand und sportlicher Leitung am Montagabend gedauert, dann stand fest: Der EV Pfronten und sein Trainer Joe Hayse gehen künftig getrennte Wege. Die Verantwortlichen ziehen damit die Konsequenzen aus der anhaltenden sportlichen Misere - und betätigen die Notbremse. Als Tabellenletzter weist der Verein in der Bayernliga bei einem noch ausstehenden Spiel der Hinrunde magere zwei Punkte aus und steht weit abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Zudem war die mangelnde Disziplin der Mannschaft den Entscheidungsträgern ein Dorn im Auge: Einige Spieler fielen statt durch sportliche Leistung allein durch ihr Fehlverhalten auf dem Eis auf.

Das Fass zum Überlaufen brachte das Spiel am Freitag gegen Memmingen, in dem Pfronten rekordverdächtige 116 Strafminuten sammelte - etliche davon wegen Undiszipliniertheiten. «Wir kassieren im Schnitt knapp 40 Strafminuten pro Partie, das geht einfach nicht», machte Sportlicher Leiter Oliver Weißenberger auf Anfrage unserer Zeitung deutlich. Auch Sanktionen gegen Spieler standen bei der Krisensitzung zur Diskussion, im Gespräch war unter anderem, Gehälter einzufrieren. Davon jedoch, sowie von der Suspendierung einzelner Akteure, haben die Verantwortlichen zunächst Abstand genommen. «Auch im kleinen Pfronten greifen die üblichen Mechanismen», begründete der stellvertretende Vorsitzende Jochen Knaebel, warum es nun Hayse traf.

Nachfolge noch offen

«Wir bedauern es sehr, diesen Schritt machen zu müssen. Es geht aber leider nicht anders», drückte Knaebel sein Bedauern über die Entlassung des Trainers aus. Erst auf den letzten Drücker war es den Verantwortlichen während der Vorbereitung im Herbst gelungen, den Amerikaner als Trainer zu gewinnen. Knapp drei Monate später ist die Liaison wieder beendet. Damit reagieren die Verantwortlichen auch auf den Druck von außen. Zuletzt waren sogar die leidgeprüften Anhänger der Falcons aufgebracht, äußerten ihren Unmut - oder blieben dem einen oder anderen Spiel fern.

Die Nachfolge von Hayse ist nach wie vor ungeklärt. Man sei mit zwei Trainern aus der Region im Gespräch, sagte Weißenberger. Mit wem genau, wollte der sportliche Leiter nicht verraten. «Wir müssen die Rückrunde nun nutzen, um uns auf die Abstiegsrunde vorzubereiten», hieß es.

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