Etwas älter, aber dafür erfahrener

Marktoberdorf (af). - Entspannt können sich die Handballer des TSV Marktoberdorf zurücklehnen. Sie sind vorzeitig Meister und steigen in die Landesliga auf. Wie die Planungen für die neue Saison aussehen, wollte unsere Zeitung von Trainer Wolfgang Schmid erfahren und fragte nach. Die beiden wichtigsten Fragen vorweg: Bleiben Sie Trainer und welche Veränderungen wird es in der Mannschaft geben? Schmid: Wenn man mich braucht, bleibe ich dabei. Es wäre dann mein drittes Jahr. Ich bin aber auch gern bereit, jemandem Platz zu machen, der den Posten übernehmen möchte. Schließlich habe ich auch noch einige Jugendmannschaften zu trainieren. Bei der Mannschaft nehme ich an, dass alle bleiben. Bisher hat mir gegenüber niemand Abwanderungsgedanken geäußert oder sein Karriereende angekündigt. Das Spiel gegen Ottobeuren II war an Härte kaum zu überbieten, was zwölf Zeitstrafen und eine Rote Karte für die Gäste belegen. War diese Gangart ein Vorgeschmack auf die Landesliga? Schmid: In der Landesliga wird es so sein, dass wir auch auf Mannschaften treffen, die fairer spielen. Es wird auf jeden Fall härter werden, das ja. Aber zwischen Härte und Unfairness ist ein großer Unterschied. Jedem Spieler ist eigentlich klar, dass solche Nicklichkeiten wie am Samstag verkehrt sind. Aber im Handball gibt es noch keine so strenge Auslegung der Regeln wie im Fußball. Solche Vorfälle wie in diesem Heimspiel können aber den ganzen Sport in Verruf bringen. Wie können Sie Ihre Mannschaft auf mehr Gegenwehr einstellen? Schmid: Vornehmlich durch verstärktes Training. Diese Spielweise lässt sich trainieren.

Die Spieler müssen sich geschickter verhalten und nicht in unnötige Zweikämpfe gehen. Schnelles Spiel trägt auch dazu bei, dass solche Situationen nicht erst entstehen. Wie oft muss dann trainiert werden? Schmid: Mindestens zweimal pro Woche. Im Moment sind wir bei einem Schnitt von eineinhalb. Das Konditionelle ist individuell möglich, das Technisch-Taktische müssen wir gemeinsam üben. Der Altersschnitt Ihrer Mannschaft liegt jenseits der 30 Jahre. Wirkt sich das in der Landesliga nicht nachteilig aus? Schmid: Nicht unbedingt, weil die Spieler andererseits viel Erfahrung haben. Wir wollen nun nicht verstärkt einkaufen und auf Gedeih und Verderb Spieler aus anderen Vereinen abwerben. Wahrscheinlich kommen noch ein, zwei Spieler dazu. Und vielleicht hat nach dem Aufstieg ja auch der ein oder andere Lust, beim TSV Handball zu spielen. Im Heimspiel am Wochenende war es für solch ein entscheidendes Spiel recht ruhig in der Halle: keine Trommeln, kein Hallensprecher, keine Musik in der Pause. Wird in der Landesliga mehr Stimmung aufkommen? Schmid: Wenn die Lautsprecher in der Pause aufgedreht sind, versteht man in der Kabine sein eigenes Wort nicht mehr. Deshalb haben wir darauf verzichtet. Ein Hallensprecher ist sicher wichtig, da müssen wir noch einen finden. Und bestimmt wird jemand auch seine Trommel mitbringen, wie wir es bei verschiedenen Spielen schon hatten. Zwei Spiele stehen noch aus. Haben Sie zu Saisonbeginn mit diesem Erfolg gerechnet, denn der TSV spielt seit Jahren eine führende Rolle in der Bezirksoberliga und galt schließlich als Favorit? Schmid: Groß damit gerechnet habe ich nicht, zumal sich die Mannschaft auf einigen Positionen verändert hat. Aber wir haben eher durch Zufall auch gute Verstärkungen bekommen. Als es jedoch einige Verletzte gab und ein paar Sperren, endeten die Spiele wieder knapper. In solchen Situationen hat die Mannschaft noch mehr Charakter gezeigt.

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