ESVK: Schwere Beine nach hartem Training

Schwenningen/Kaufbeuren (wit). - Der ESV Kaufbeuren unterlag am Freitag bei den Schwenninger Wild Wings mit 4:6 (0:3, 1:1, 3:2). Die Buron Joker hatten gegen die starken Gastgeber, die sich mit dem Erfolg endgültig die Teilnahme an den Play-Offs sicherten, keine echte Siegchance. Bei den Allgäuern fehlten neben den langzeitverletzten Simon und Timoschuk auch die angeschlagenen Yetman, Wintergerst, Bohnenberger sowie der gesperrte Huhn. ESV-Coach Fabian Dahlem konnte nur drei Sturmreihen aufbieten. Auf dem Eis sah es von Beginn an nach einem Sieg für die Wildschwäne aus. Die Bullard-Truppe war den zunächst überaus schwach auftretenden Gästen, die im ersten Drittel nach vorne gar nichts zu Stande brachten, klar überlegen. Es dauerte aber bis zur siebten Minute, bis die 2686 Fans im Bauchenbergstadion erstmals jubeln durften. Dabei beförderte ESV-Stürmer Ferdinand Speckamp nach einem Schuss von Steve Rymsha den Puck mit dem Schlittschuh ins eigene Netz. Die Wild Wings, die mit vier Sturmreihen agierten, markierten in der zwölften Minute bei vier gegen vier Feldspielern das 2:0. Torschütze war erneut Rymsha der Keeper Martin Cinibulk mit einem harten und platzierten Schuss überwunden hatte. Eine Zeigerumdrehung weiter hatte Jens Stramkowski mit einem Pfostenschuss Pech. In der 18. Minute bereits die Vorentscheidung in der bis dato einseitigen Partie: Thomas Richter markierte wiederum bei vier gegen vier Feldspielern nach Vorarbeit von Michael Müller das 3:0. Die Kaufbeurer machten gleich mit ihrer ersten Chance ihr erstes Tor. 27 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt als Ervin Masek im Nachschuss das 3:1 markierte. In der 27. Minute stellte der Favorit aber wieder den alten Abstand her. Brad Rooney verwandelte in eigener Unterzahl per Konter das 4:1.

Die Gäste spielten im zweiten Drittel nun etwas besser als im Startabschnitt mit. Patrick Reimer hatte mit einem Pfostenschuss Pech (33.). In der 38. Minute konnte Dominic Auger nur auf Kosten einer Zweiminutenstrafe von Eric Long gebremst werden. Zum Schlussabschnitt brachte SERC-Coach Mike Bullard für Torwart Marko Suvelo Matthias Hoppe ins Tor. Der 45-jährige ehemalige Nationalgoalie feierte damit nach fünf Jahren Wettkampfpause sein Comeback. Der 951-fache Erstligatorwart zeichnete sich auch gleich bei einem Schuss von Michael Waginger aus. In der 43. Minute markierte Benjamin Wildgruber in Überzahl das 5:1. Hoppe, der vom Publikum lautstark gefeiert wurde, musste schließlich einen Schuss des auffälligsten Kaufbeurer Akteurs Waginger zum 5:2 passieren lassen. Rymsha markierte mit seinem dritten Treffer am Abend das 6:2. Die Gäste zeigten aber Moral. Buddy Smith traf 30 Sekunden vor Schluss zum 6:3 und auch Waginger bezwang den Altmeister noch zum 6:4-Endstand. ESV-Trainer Dahlem nahm seine Mannschaft, die im ersten Drittel kaum Gegenwehr geleistet hatte, sich dann aber steigerte, in Schutz. 'Wir haben in den letzten Tagen sehr hart trainiert, da ist es schon möglich, dass die Konzentration fehlt, wenn die Beine schwer sind. Das erste Drittel haben wir verschlafen, im zweiten Drittel hatten wir dann aber sogar mehr Schüsse als Schwenningen, die Mannschaft hat tapfer gekämpft.' Freilich gilt die gesamte Konzentration des 38-Jährigen bereits der Abstiegsrunde. 'Wir sind dabei, für diese Runde unser System umzustellen, gegen die Wild Wings hat alles noch etwas unorganisiert ausgesehen. Wir müssen aber in Zukunft defensiver spielen, um erfolgreich zu sein. Ich bin optimistisch, dass uns diese Umstellung gelingen wird.'

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