Freiburg / Kaufbeuren
ESVK freut sich über spendable Gastgeber

Quasi in letzter Minute konnten die Kaufbeurer Eishockey-Cracks einen Punkt vom Wunschzettel für das neue Jahr streichen, der da gelautet hätte: endlich mal wieder ein Sieg in Freiburg. Elfmal in Folge war der ESV Kaufbeuren seit 1993 in der Universitätsstadt als Verlierer vom Eis gegangen - nun stürzte er mit einem verdienten 3:2 (3:1, 0:1, 0:0) den Tabellenletzten der zweiten Bundesliga noch tiefer in die Krise.

«Die Kaufbeurer haben uns vorgemacht, wie man mit Geschick und Kampfgeist einen knappen Vorsprung über die Zeit bringt», attestierte Wölfe-Coach Peter Salmik an seinem 35. Geburtstag den Gästen cleveres Verhalten. Das ist etwas, was seinem Team völlig fehlt. Gut im Gedächtnis ist noch die Partie vor rund zwei Wochen, als sich die Freiburger von den Jokern in den letzten Sekunden einen 4:2-Vorsprung nehmen ließen (und erst in der Verlängerung noch gewannen). Diesmal hatten die Kaufbeurer ihrerseits einen Zwei-Tore-Vorsprung. Auch wenn die Hausherren noch den Anschluss schafften, brachten die Gäste den «Dreier» ohne große Schwierigkeiten über die Zeit - zumal sich die Freiburger eben alles andere als clever anstellten.

So konnte Stürmer Dominic Krabbat, der das 1:1 von Toni Saal vorbereitet hatte, nach den 60 Minuten gut gelaunt konstatieren: «Wir haben die Chancen besser genutzt und auch disziplinierter gespielt.»

Die Freiburger brachten es nicht einmal fertig, in der Schlussphase den für den schwachen Ronnie Glaser eingewechselten Keeper Christoph Mathis vom Eis zu nehmen, weil sich Kapitän Dennis Meyer nach einem wahrlich überflüssigen Stockschlag in der neutralen Zone auf der Strafbank wiederfand. Schon zuvor hatten sich die Joker nach den Unzulänglichkeiten der Wölfe nicht lange bitten lassen. Nur 13 Sekunden nach ihrem Führungstreffer gestatteten die Gastgeber den Kaufbeurern durch einen Rückhandschuss von Saal den Ausgleich. «Das war wichtig für uns. Danach ist die Mannschaft ruhiger geworden», sah (nicht nur) ESVK-Trainer Ken Latta das postwendende 1:1 als einen Knackpunkt der Partie.

Dann marschierte Schüle wegen eines überflüssigen Fouls, ebenfalls im Mitteldrittel, auf die Strafbank, was den Gästen das 2:1 bescherte. 120 Sekunden später stand es schon 3:1, nachdem Solotänzer Ivan den Puck verloren hatte und den Gästen somit ein Break schenkte, das Oppolzer kurz und bündig abschloss. Solch spendable Gastgeber kann man sich als Auswärtsteam nur wünschen. Sekunden vor der Sirene zur ersten Pause hätte Saal schon alles klarmachen können, doch er verfehlte das leere Tor. In der Folge kamen die Freiburger wieder besser ins Spiel und schafften den Anschluss. Ansonsten machte Joker-Keeper Tragust das, wozu er geholt worden war: Er war da, wenn er gebraucht wurde.

Heute Abend schon geht es mit dem letzten Heimspiel des Jahres weiter. Um 19.30 Uhr empfängt der ESVK das Spitzenteam aus Schwenningen. Eine große Kulisse ist garantiert, schließlich werden die Schwarzwälder von rund 1000 Fans, von denen die Hälfte mit einem Sonderzug anreist, begleitet. Wer abends nicht lange an der Kasse anstehen will, kann sich heute von 9 bis 12 Uhr und ab 15 Uhr in der Geschäftsstelle mit Karten eindecken. Stehplatzkarten gibt es auch in den Service-Centern der Allgäuer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019