Es gibt Regeln wie im Straßenverkehr

Lindenberg | do | Seit 1965 ist Gerlinde Reischmann bei der Skischule Haisermann tätig. In den vergangenen 40 Jahren hat sie etlichen Mädchen und Buben nicht nur das Skifahren beigebracht, sondern auch alles über Sicherheit auf der Piste und die Pistenregeln erklärt.

'Um auf den Pisten sicher unterwegs zu sein, muss man, wie im Straßenverkehr einige Regeln beachten', sagt Gerlinde Reischmann. Im Skikurs bekommen die Kursteilnehmer - Kinder wie auch Erwachsene - deshalb die Pistenregeln erklärt, damit sie 'selbständige und verantwortungsvolle Skifahrer' werden. Dabei sind viele soziale Fähigkeiten gefordert: Disziplin beim Anstehen am Lift, sich gegenseitig bei Stürzen oder sonstigen Problemen zu helfen und Rücksicht zu nehmen.

'Ein Skifahrer muss sich selbstverständlich immer so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt', sagt die Leiterin der Skischule. Dazu gehöre es beispielsweise, Geschwindigkeit und Fahrweise dem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der 'Verkehrsdichte' auf der Piste anzupassen. Besonders beim Überholen müss genügend Abstand gehalten werden, der dem überholten Skifahrer für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt. 'Ohne Not sollte an engen oder unübersichtlichen Stellen nicht angehalten werden', betont Reischmann. Ein gestürzter Skifahrer müsse eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

Bindungen einstellen lassen

Besonders wichtig sei es, stets die Markierungen und die Signale zu beachten. Das sind nur einige Beispiele: 'Außerdem empfehlen wir unseren Schülern zur eigenen Sicherheit, auf den Skipisten Schutzhelme zu tragen, weil Unfälle auf der Piste häufig Kopfverletzungen wie Gehirnerschütterungen oder Platzwunden nach sich ziehen. Ein Skihelm kann 85 Prozent aller schweren Schädel- und Gehirnverletzungen verhindern', betont Reischmann.

Ski-Bindungen sollte man jedes Jahr zu Beginn der Skisaison im Sportfachgeschäft unter Verwendung eines geeichten Prüfgerätes einstellen lassen. Vor der ersten Abfahrt oder nach einer längeren Pause dürfe der Skifahrer das Aufwärmen nicht vergessen. 'So wird das HerzKreislaufsystem auf Touren gebracht und der Körper auf die Belastung vorbereitet', erklärt sie.

Ebenfalls wichtig: Bei der Fahrt in Sesselliften nie die letzten Meter mit offenem Liftbügel fahren. Durch frühzeitiges Öffnen des Bügels besteht die Gefahr, bereits vor der Ausstiegsstelle vom Sessellift abzurutschen. 'Außerdem raten wir, regelmäßige Pausen einzulegen, weil mit ersten Ermüdungserscheinungen die Unfallrate steigt', sagt die Skilehrerin.

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