Es bleibt mehr Zeit für Zukunftsfragen

Von Andreas Hoehne | Fuchstal Keine großen Veränderungen sind bei den Kommunalwahlen in Fuchstal zu erwarten. Die 45 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich am 2. März um die insgesamt 16 Gemeinderatsmandate bewerben, wurden von den 'angestammten' vier Listen aufgestellt.

Dies sind die Ortslisten aus Asch, Leeder und Seestall sowie die 'Liste für Fuchstal'. Einziger Bewerber um das künftig hauptamtlich geführte Bürgermeisteramt ist der bisherige Amtsinhaber Erwin Karg, der von allen drei Ortslisten nominiert wurde.

Nur die Dorfgemeinschaft aus Leeder schaffte es in ihrer Aufstellungsversammlung, alle 16 möglichen Listenplätze zu besetzen. Insgesamt war die Beteiligung an der Kandidatenkür eher enttäuschend, mit insgesamt 173 Besuchern lag man um gut 100 hinter den Vorgaben aus dem Jahr 2002. Weiterhin auf sehr niedrigem Niveau verharrt mit zehn Bewerberinnen der Frauenanteil, an aussichtsreichster Position steht Franziska Welz als Seestaller Spitzenkandidatin.

Erwarten kann man dieses Mal mehr Kontinuität. Denn waren es 2002 nur drei Gemeinderäte, die zur Wiederwahl antraten, sind es Anfang März immerhin zehn, die in aussichtsreichen Positionen erneut kandidieren. Von den Räten, die sich bereits vor 2002 politisch betätigten, ist nun nur noch Georg Harrer von der 'Liste für Fuchstal' übrig geblieben. Überraschend klar konnten sich mit dem 32-jährigen Martin Brennauer in Leeder und dem 30-jährigen Stefan Burkart in Asch zwei 'Newcomer' auf Spitzenplätze ihrer Listen vorschieben.

Straßenausbau in Leeder

Die 'ganz großen Themen' gibt es wohl nicht, die in der Fuchstaler Gemeindepolitik in den nächsten Jahren voraussichtlich anstehen. Zu bewältigen hat man zunächst 'Routineaufgaben' - wie der Ausbau von Anliegerstraßen in Leeder, die Erneuerung der Römerkesselstraße in Asch und Reparaturarbeiten am Kanalnetz.

Gelegenheit für die Räte, sich darüber hinaus mit Zukunftsfragen zu beschäftigen. Der drastische Geburtenrückgang hat mittlerweile auch das Fuchstal erfasst, als erstes davon betroffen ist der Kindergarten, doch wird man sich auch Gedanken über den Fortbestand der drei Schulgebäude machen müssen. Ob und wie man dieser Entwicklung durch eine geänderte Baulandpolitik entgegensteuern kann, könnte für interessante Diskussionen sorgen.

Entscheiden müssen die neuen Gemeinderäte auch darüber, ob man trotz der bisher sehr geringen Resonanz in der Bevölkerung für Asch ein Dorferneuerungsverfahren anstrebt.

Ein 'heißes' Thema wird spätestens im nächsten Jahr sein, wie es mit der Verlängerung des Pachtvertrages für den Luitpoldsaal in Leeder aussieht. Gefragt ist auch eine klare Linie in der Energiepolitik und bei der Nutzung regenerativer Energien.

Zwei große Projekte genehmigt

In den vergangenen Jahren wurden mit einer Biogasanlage und einer Trockenvergärung zwei Projekte genehmigt, über einen Solarpark wird gerade entschieden. Offen ist allerdings, inwieweit die Gemeinde selbst aktiv wird.

Schon länger gesprochen wird vom Bau eines Blockheizkraftwerkes, das die Wärmeversorgung von Hauptschule und Sporthallen sichern soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019