Es bleibt bei 14 Kandidaten

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Von Benjamin Schwärzler | Hergatz 14 Kandidaten für 14 zu vergebende Plätze - das Ergebnis der Gemeinderatswahl in Hergatz scheint beschlossene Sache. Denn so wie es aussieht, wird es in der Kommune an der bayerisch-württembergischen Grenze keine zusätzlichen Bewerber für den Gemeinderat geben. 'Von unserer Seite aus nicht', bestätigt Günther Schmalzl, Sprecher der Gemeinsamen Liste Hergatz (GLH), die heuer erstmals eine gemeinsame Liste mit der Unabhängigen Bürger Liste (UBL) bildet - und damit gleichzeitig auch die einzige Liste in Hergatz.

Die Wähler in Hergatz werden also keine echte Entscheidungsmöglichkeit haben. Denn während in Maierhöfen, wo sich anfangs auch nur zwölf Bewerber für zwölf Sitze gemeldet hatten, heute Abend noch zusätzliche Anwärter nachnominiert werden und somit eine 'echte Wahl' möglich sein wird, sollen in Hergatz definitiv nicht mehr als die 14 bisher bekannten Namen auf dem Wahlzettel stehen.

In lockeren Gesprächen hätten sich zwar ein paar Bürger durchaus noch zur Kandidatur bereit erklärt, doch 'wir wollten unsere 14 Kandidaten nicht vor den Kopf stoßen', sagt Schmalzl.

Eine Nachnominierung wäre noch bis Freitag möglich. Dennoch verlässt sich die neu formierte Liste auf die 14 Bewerber, die im Verlauf der zähen Nominierungsversammlung Mitte Dezember ihre Bereitschaft für das Ehrenamt signalisiert haben. Sie sollen in den nächsten Wochen der Wählerschaft noch vorgestellt werden - entweder auf einer Versammlung oder mittels eines Prospektes. 'Wie, wann und wo wir das machen steht noch nicht fest', sagt Schmalzl.

Dass sich unter den Nominierten neben acht erfahrenen Gemeinderäten auch sechs unerfahrene Neulinge befinden, sieht Bürgermeister Uwe Giebl, der sich nach eigenen Angaben bewusst aus der Kandidatensuche herausgehalten hat ('Ich will mir nicht nachsagen lassen, dass sich der Bürgermeister seinen eigenen Gemeinderat zusammenstellt'), nicht unbedingt als Nachteil: 'Das ist auch eine Chance. Für die Arbeit im Gemeinderat braucht man keine Verwaltungskenntnisse, sondern nur einen soliden Menschenverstand und ein logisches Denkvermögen.'

Der Gemeindechef ist sich sicher, dass die Wahlbeteiligung wohl nicht wieder so hoch wie vor sechs Jahren sein wird (fast 82 Prozent), die Bürger aber dennoch fleißig zur Urne schreiten werden. 'Es werden ja auch noch Kreistag und Landrat gewählt', sagt Giebl.

Und außerdem hofft er ebenso wie Schmalzl auf eine Hintertür: Neben den Namen der 14 Bewerber werden auf den Stimmzettel zusätzlich 14 Leerzeilen zu finden sein, in die die Wähler eigene 'Wunschkandidaten' eintragen können. Diese ziehen bei entsprechender Stimmenzahl in die Gemeinderat ein - vorausgesetzt, sie nehmen die Wahl an. 'So kann beispielsweise ein Verein noch den einen oder anderen zusätzlichen Anwärter pushen', sagt Schmalzl und appelliert ausdrücklich an die Wähler, von dieser Möglichkeit Gebrauch machen zu können. 'Dadurch wird es auf jeden Fall auch mögliche Nachrücker geben', ist sich Schmalzl sicher.

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