Ernstfall geprobt

Ronsberg | db | Als die Sirenen am vergangenen Freitagabend in Ronsberg und den Nachbarorten heulten, handelte es sich glücklicherweise nur um eine Alarmübung der Stufe drei, die einen Großbrand auf dem östlichen Betriebsgelände der Firma Huhtamaki simulierte. Als Brandobjekt wurde die Umrollerhalle angenommen, die im ersten Stock mit Rauch so stark angefüllt war, dass die Verletzten durch Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten herausgebracht werden mussten. Alle Aktionen der Rettungskräfte und der Feuerwehren wurden vom Kommandanten der Werksfeuerwehr, Helmut Linder, geleitet, unterstützt vom Kommandanten der Ortsfeuerwehr, Stefan Gutser.

Drei Schiedsrichter

An der Übung nahmen neben der Huhtamki-Werks- und der Ronsberger Ortsfeuerwehr mit den Außenwehren Zadels und Neuenried die Wehren aus Ebersbach, Willofs, Günzach, Engetried und Markt Rettenbach sowie die Stützpunktfeuerwehr Obergünzburg teil. Drei Schiedsrichter der Kreisbrandinspektion beobachteten an verschiedenen Stellen die Brandbekämpfung und die Rettungsmaßnahmen mit Stoppuhren in der Hand und bewerteten die einzelnen Aktionen in ihren Unterlagen. Auch Werksdirektor Gerhard Bayer, Sicherheitsingenieur Uwe Richter und Bürgermeister Gerhard Kraus waren unter den Beobachtern. Die Polizei und das Rote Kreuz waren vorher verständigt worden, dass es sich um eine Übung handelt und ihre Teilnahme nicht erforderlich sei.

Während nach der Auslösung des Alarmplanes durch die Polizeiinspektion Kaufbeuren die Wehren der Umgebung ziemlich schnell am Brandobjekt eintrafen, klappte es mit der Alarmierung im Unterallgäu nicht so recht, so dass die Feuerwehrfahrzeuge aus Engetried und Markt Rettenbach erst ankamen, als das Feuer laut Plan schon unter Kontrolle war.

Zusätzliche Beleuchtung

Als erstes hatten die Rettungskräfte eine Vielzahl an Schläuchen verlegt, um an den verschiedenen Entnahmestellen auf dem ganzen Werksgelände und in der Nähe der Fabrik das Löschwasser entnehmen zu können. Zudem mussten zusätzliche Beleuchtungen eingerichtet und Lüfter zum Abbau der Verqualmung aufgebaut werden. Der Hubschrauberlandeplatz sollte dabei hindernisfrei gehalten und ein Anflug aus allen Richtung ermöglicht werden.

Mit solchen Übungen wird nicht nur die Brandbekämpfung vor Ort trainiert, es werden auch der Alarmierungsablauf und die Koordination der Feuerwehren untereinander geprobt, um für den Ernstfall optimal gerüstet zu sein.

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