Erfolgsbilanz und Dank

Marktoberdorf | rel | Die letzte Stadtratssitzung im Jahr ist traditionell auch Anlass für das Stadtoberhaupt, Bilanz zu ziehen und Dank zu sagen. So tat es diese Woche auch wieder Bürgermeister Werner Himmer. Er ging sehr ausführlich auf die Arbeit und Erfolge der kommunalpolitischen Gremien und der Verwaltung in den letzten zwölf Monaten ein. Ferner dankte er den städtischen Mitarbeitern sowie den Ehrenamtlichen, Vereinen und Organisationen.

Zehn Millionen Schulden weniger

Himmer begann seinen Rückblick mit dem Haushalt 2007, der ohne Netto-Neuverschuldung ausgekommen sei, obwohl er mit 17 Prozent eine sehr hohe Investitionsquote aufweise. Ferner erinnerte er daran, dass seit 2002 das Schuldenkonto der Stadt um fast 10 Millionen Euro geschrumpft sei.

'Die örtlichen mittelständischen Industrie- und Gewerbebetriebe boomen', wies der Bürgermeister auf die Entwicklung der Wirtschaft hin, betonte aber auch, dass den Firmen Expansion ermöglicht werden müsse. Dies gelte besonders für AGCO/Fendt als größten Arbeitgeber. Über Lösungswege habe er erst jüngst mit Fendt gesprochen.

Hallenbau: Hoffen auf Einlenken

Modeon-Sanierung, langwieriger und umfangreicher Straßenbau im Zentrum, Bahnhofssanierung, mehrere Bebauungspläne für Wohngebiete, öffentliche Wärmeversorgung, 10-Millionen-Investition Kläranlage: Diese und andere Themen aus dem Baubereich griff Himmer auf, ging auf Schwierigkeiten und Chancen ein, dankte Anwohnern und Geschäftsinhabern für ihre Geduld und Toleranz. Im Zusammenhang mit den Hallen-Plänen für Geisenried betonte er, er hoffe auf baldigen Baubeginn und auf ein Einlenken der Gegner des Standortes.

Als Beispiele für freiwillige finanzielle Leistungen führte Himmer die Zuschusserhöhungen für die Musikakademie und die Sanierung der St. Martins-Kirche an. Ferner habe man für das 'mobilé' einen erhöhten Zuschuss beschlossen, weil es umziehen müsse. Damit anerkenne man auch die 'wertvolle Arbeit der Theaterschule'.

'Ein großes Thema ist - und wird es in den nächsten Jahren bleiben - die Innenstadtentwicklung', sagte Himmer. Für ihn sei bei der Umsetzung des Konzeptes wichtig, öffentliche Flächen attraktiv zu gestalten, Gebäudestrukturen zu erhalten, Wohnraum zu schaffen und neue Geschäfte zu etablieren. An die privaten Grundeigentümer zwischen Meichelbeckstraße und Jahnstraße appellierte er, mitzuziehen und auch 'Geld in die Hand zu nehmen'.

Himmer dankte den Stadträtinnen und Stadträten für die 'gute, sachliche und zielführende Zusammenarbeit'. Über 90 Prozent der Beschlüsse seien einstimmig oder mit deutlicher Mehrheit gefasst worden. Er hoffe, dass das faire Miteinander auch in den nächsten Monaten anhalte. Besonders dankte er den Fraktionsführern, den Referenten, seinen Stellvertretern Uta Brunnhuber und Axel Maaß, der Führungsmannschaft im Rathaus sowie seiner Sekretärin Helga Egen-Kessler. Sein Dank galt auch den Bürgern, die sich im öffentlichen, kulturellen, sportlichen und sozialen Leben engagieren, ferner den Wirtschaftsverbänden und Arbeitsgruppen. Allen Bürgerinnen und Bürgern wünschte das Stadtoberhaupt ein frohes Weihnachtsfest.

Dank von Uta Brunnhuber

Ebenfalls Tradition in der Jahresschluss-Sitzung hat, dass der Zweite Bürgermeister das Wort ergreift. Uta Brunnhuber dankte im Namen des Stadtrates der Rathausspitze für die Zusammenarbeit, die Hilfe sowie für das Entgegenkommen auch bei konträren Meinungen. Ihr Dank galt zudem allen Rathaus-Abteilungen für die Unterstützung. Im Stadtrat werde selbst bei unterschiedlichen Positionen sachlich diskutiert, was nicht selbstverständlich sei. Es sei wichtig, dass man sich auch nach einer Auseinandersetzung noch in die Augen sehen könne, lobte Brunnhuber das gute Klima.

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