Entscheidungs-Grundlagen auf aktuellen Stand bringen

Kempten (pa). - Eine mehrjährige Herkulesarbeit kommt jetzt auf die Verwaltung und diverse Planungsbüros zu. Die Stadt will nämlich einen neuen Flächennutzungsplan samt integriertem Landschaftsplan aufstellen. Der Stadtrat hat dem Vorhaben jetzt einhellig zugestimmt. Fertig werden soll der neue Plan, der als Basis für die mittelfristige Stadtentwicklung dienen soll, im Jahr 2007. Die Kosten werden auf maximal 300000 Euro taxiert. Normalerweise sollte eine Kommune etwa alle 15 Jahre einen neuen Flächennutzungsplan aufstellen, in dem die städtebauliche Entwicklung und die unterschiedliche Nutzung der verschiedenen Flächen geregelt ist. Der Plan weist Gebiete für künftige Wohn- oder Gewerbebebauung ebenso aus wie Bereiche für Landwirtschaft, Grün- und Waldflächen. Die 'Urfassung' des Kemptener Flächennutzungsplans geht auf das Jahr 1976 zurück, in fortgeschriebener Form gilt er seit 1987. Seither gab es bereits 33 Änderungsverfahren, weil der Plan (etwa bei der Ausweisung von Baugebieten) nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen der Stadtplanung entsprach. Inzwischen hat auch, so Baureferentin Monika Beltinger, die Bezirksregierung signalisiert, dass sie weiteren Änderungen des Flächennutzungsplans nicht mehr zustimmt, wenn sie im Gegensatz zum Landschaftsplan stehen. Denn auch dieser Plan, der die Erfordernisse des Naturschutzes und der Landschaftspflege darstellt, stammt aus dem Jahr 1987 und ist in weiten Teilen überholt. Deshalb soll auch der Landschaftsplan komplett überarbeitet und dann in den Flächennutzungsplan eingearbeitet werden. Ziel sei es, so OB Dr. Ulrich Netzer, das Vorhaben in der laufenden Legislaturperiode zu Ende zu bringen, damit der nächste Stadtrat ab 2008 mit fundierten Entscheidungshilfen arbeiten kann. Heuer noch sind, so Beltinger, Bestandsaufnahmen und Digitalisierungen vorgesehen, Ende des Jahres sollen Aufträge an Planungsbüros vergeben werden. Ein erster Entwurf soll dann im nächsten Jahr diskutiert und auch den Bürgern vorgestellt werden. Selbstverständlich, so Netzer, sei bei dem Verfahren auch eine umfassende Abstimmung mit den Umlandgemeinden.

Sachverstand von außen nötig Zu den voraussichtlichen Kosten und der Frage, wozu man denn externe Planungsbüros brauche, stellte der OB fest, das Verfahren werde klar unter Federführung der Verwaltung durchgezogen: 'Aber man kann so etwas nicht komplett selber machen, dazu braucht man auch ergänzenden Sachverstand.'

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